Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)

■ Die Budaer Burg von Weiten her. Holzichnitt einei unbekannten deutichen Meiiten elemente verwendet. Die Belagerung im Jahre 1945 zerstörte den Turm von Neuem, nur 1951 begann, nach archäologischen Ausgrabungen sein Wiederaufbau unter Leitung von László Gero. Von seinem verbliebenen Teil trug man die Klinkerziegel- Verkleidung ab und erlebte bei der Freilegung eine sensationelle Überraschung: im Inneren fand man den senkrechten mittelalterlichen Turmkern. Zur kegelför­migen Ausstattung hatte wahrscheinlich jene Erkenntnis geführt, daß die verwund­barste, tiefste Verteidigungslinie der Budaer Burg die südliche war, auf der Seite zum Gellertberg hin. Es war wohl kein Zufall, daß bei allen Belagerungen die Burg hier zuerst angegriffen und erobert wurde. Während der Restaurierungsarbeiten in den fünfziger Jahren des vorigen Jahr­hunderts wurde eine saubere, die Rekonstruktion nicht verheimlichende Variante verwirklicht. Die Ergänzung des aus Quadersteinen gebauten Mauerteils trennen Rillen und Ziegelbänder. Bei der Restaurierung des Turmkopfes diente der Turm der Burg Vajdahunyad als Beispiel. Im Inneren des Turmes führt eine Wendeltreppe zu den mit Schießscharten gegliederten, schindelgedeckten Konsolenerkern. Hier drehte Zoltán Várkonyi in den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts die Belagerungsszenen zu seinem Film nach dem Roman Die Baradlayi von Mór Jókai. 74

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