Tóth Vilmos: Grabmalkunst - Unser Budapest (Budapest, 2006)

gruften sind italienischen Ursprungs und waren über ganz Europa verbreitet; der Entwurf dieses bedeutenden Exemplars kann als Hauptwerk Lajos Gerles betrachtet werden. Die Mosaiken im Inneren der vier Kuppeln sind Arbeiten von Miksa Róth. Die vier mitwirkenden Künstler waren Andor Dudits (Bewei­nung Christi), Zsigmond Vajda (Maria und die Apostel), Aladár Körösfői Kriesch (Auferstehung Christi) und János Stein (Das letzte Gericht). Die ver­schieden Stile der Künstler zeigen sich eindeutig in den vier Werken; An den Stein-Mosaiken ist z. B. der Einfluß seines Meisters Károly Lotz unverkenn­bar, demgegenüber steht das Kunstwerk Aládar Körösfői Kriesches unter dem Einfluß der dekorativen Tendenzen der Epoche und der Kalotaszeg- Erfahrungen des Künstlers. Auf der vom Hauptweg weiter entfernten Seite der rechten Arkadenreihe, wo keine Säulen mehr sind, befindet sich eines der bekanntesten Werke der funeralen Plastik der Epoche, ein echtes Symbol der Sezessions-Friedhofs­kunst; die 1907 eingeweihte Familiengruft von László Tóth. Der architektoni­sche Teil mit charakteristischen Elementen der Jahrhundertwende stammt von Oszkár Fritz, die Skulpturen hingegen von Gyula Betlen. Bei den vier alle­gorischen Gestalten - trauernde Frau, mit einem Leichentuch bedeckter Toter, zwei kauernde Akte - machte der Künstler nur die Gesichter der Männer ■ Lajos Gerle: Arkadenreihe am Kerepeser Friedhof 30

Next

/
Oldalképek
Tartalom