Radek Tünde - Szilágyi-Kósa Anikó (szerk.): Wandel durch Migration - A Veszprém Megyei Levéltár kiadványai 39. (Veszprém, 2016)

1. Landschafts- und Gemeinschaftswandel als Folge von Migration - Márkusáé Vörös, Hajnalka: „Sage mir, wo unsere Wohnstätte wohl sein wird...” - Organisierte, spontane und notgedrungene Migration im Bakonygebirge und auf dem Plattenseeoberland im 18. Jahrhundert

38 Márkusné Vörös, Hajnalka: Organisierte, spontane und notgedrungene Migration Die im Jahre 1698 aus Polan/Magyarpolány abgewanderten Familien ha­ben ihre Wohnstätte eindeutig nicht wegen religiöser Verfolgung sondern vor den vertraglich geregelten Fronlasten fliehend verlassen, indem sie natürlich von ihrer ebenfalls vertraglich festgelegten Zugfreiheit Gebrauch machten. Die Zeugenbefragungen ließen weitere Einzelheiten zu Tage treten wie z.B. die Tatsache, dass einige von den Weggezogenen (u.a. Mihály Adorján und Gergely Gyenes) für ihre Freiheit bezahlten.5 Dies wirft die interessante Frage auf, wie weit sich die Freiheit der sich Freikaufenden wohl erstreckte. In Polan/ Magyarpolány hat der Lehnsherr jahrzehntelang vergeblich versucht, seine weg­gelaufenen Hörigen zurückzugewinnen. Ein anderes interessantes Detail einer Zeugenbefragung im Jahre 1715 berichtet über den Nachlass eines ohne Erben verstorbenen Hörigen. Aus der Erzählung der Zeugen stellte sich heraus, dass Tamás Kovács aus Polan/Polány 5 Komitatsarchiv Veszprém des Ungarischen Nationalarchivs (VeML), XII.2a: Archiv der Sirtzer/Zircer Abtei des Zisterzienserordens (Archivum Vetus) С 67, С 586. (Mi­hály Adorján und sein Bruder haben sich 1675 vom verstorbenen Adligen Benedek Thuri fur 244 Taler und ein Ross im Wert von 12 Talern freigekauft. Gergely Gyenes bot für seine Freiheit im Jahre 1714 100 Forint.) Abb.2: Die Migration aus Polan/Magyarpolány (1698)

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