The Hungarian Student, 1958 (3. évfolyam, 1-2. szám)
1958-10-01 / 1. szám
einer neuen Partei als Opposition zu der bestehenden vor und weigerte sich, die revolutionäre Arbeiter-Bauern-Regierung anzuerkennen.» Népszabadság vom 27. März 1957: «István Kerpán, früher Dozent für Marxismus-Leninismus am Abendkurs der Budapester Universität der Wissenschaften wendete sich nach der Revolution gegen die Regierung Kádár. Er verurteilte den Einsatz sowjetrussischer Truppen in Ungarn und griff die Politik der Regierung Kádár an. In der Népszabadság-Ausgabe vom 27. März übte er öffentliche Selbstkritik an seiner Deviation vom November und gab zu, daß Kádár in jeder Beziehung Recht gehabt habe. Der Artikel berichtet, daß er wegen seiner Angriffe gegen die Partei seine Stellung verloren hatte und im Dezember seinen Lebensunterhalt bei Trümmer-Räumungsarbeiten verdiente. Kerpán gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Partei ihm nun Vertrauen schenkt und in der Lage ist, ihm seine Aktivitäten vom November zu verzeihen.» Nach der Auflösung der MEFESZ blieb als einzige Jugendorganisation die KISZ, und diese verhielt sich so, als wolle sie wirklich die Interessen der Studenten vertreten. Magyar Ifjúság vom 27. April 1957: «Gyula Kállai, Minister für die Erziehung, legte den Lesern der Magyar Ifjúság seine Meinung darüber dar, wie er sich das Verhältnis zwischen der KISZ und dem Ministerium wünscht: ,Wir werden stets einem der führenden Mitglieder der KISZ ermöglichen, an den Sitzungen des Erziehungsministeriums, welche die Studenten betreffen, teilzunehmen. Die Jugendorganisation soll eine wesentliche Rolle im Regierungskomitee spielen, das zum Zwecke der Reorganisation der körperlichen Ertüchtigung und des Sports gegründet wurde, und die KISZ wird sich auch an den Aktivitäten des Ungarischen Rates für Körperliche Ertüchtigung und Sport beteiligen. Die Schul- und Universitätsdepartemente werden dauernden Kontakt mit den Mittelschul- und Universitätsabteilungen der KISZ aufrecht erhalten . .. An den Hochschulen ist den Vertretern der KISZ die Teilnahme an der Diskussion wichtiger Fragen zu gestatten und sie sollen auch Mitglieder der Zulassungskomitees sein.’»