The Hungarian Student, 1958 (3. évfolyam, 1-2. szám)

1958-10-01 / 1. szám

Von den rund 20 genannten Dichtern sind nur vier noch am Leben - Gyula Illyés, Ferenc Juhasz, György Faludi, Tibor Tollas. Die meisten Studenten bevorzugen Ady (45 Prozent), Janos Arany (43 Prozent), Petőfi (38 Prozent), Attila Joszef (21 Prozent). Dann folgen Vorosmarthy (18 Prozent), Arpad Toth (9 Prozent), Lörinczo Szabo, Mihály Babits und Gyula Illyés. Nach Auswertung der mehr als 2000 Fragebogen wird ohne Zweifel eine aufschlußreichere Publikation als dieser kurze Über­blick folgen. Nichtsdestoweniger hielten wir es für nötig, diesen Bericht trotz seines Fragmentcharakters zu publizieren, weil wir sicher sind, daß die 192 unter den 2000 aus der North American Student Association, welche den Fragebogen ausgefüllt haben, der Meinung der Zwanzigjährigen, die eine so große Rolle in der Revo­lution spielten, charakteristischen Ausdruck verliehen haben. Von Veszprém nach Strij von Cobalt Veszprém, 9. November 1956. Als die Türe unserer Gefängniszelle aufging, wußten wir, daß sie über unser Schicksal entschieden hatten. Ein Russe trat zwischen zwei AVH-Offizieren in die Zelle; hinter ihnen zwei Dolmetscher, Mihály Sági und Varga, dessen Vorname ich vergessen habe. Sie verlasen 90 Namen von einer Liste. Diejenigen, deren Namen aufgerufen wurden, traten zur Seite, und die Dolmetscher machten sich daran, ihnen die Metallgegenstände wegzunehmen, die sich immer noch in ihrem Besitz befanden. (In die Wertsachen teilten sich die Dolmetscher, und persönliche Papiere wurden verbrannt, damit keine Spur von uns zurückbliebe ...) Unseren Wintermänteln konnten wir ebenfalls nachsehen, und auch die besseren Kleidungsstücke wurden uns weggenommen. Wir erhielten gestreifte Sträflingsuniformen, ein halbes Pfund Brot, und man sagte uns: «Ihr Lumpen werdet nun wieder aufbauen, was ihr zerstört habt: die sowjetrussischen Genossen bringen euch jetzt zur Arbeit nach Budapest...» 20

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