The Hungarian Student, 1958 (3. évfolyam, 1-2. szám)

1958-10-01 / 1. szám

- daß schließlich die MEFESZ, eine unpolitische Organisation zum Schutze der Interessen der ungarischen Studenten, deren Mitglie­der aus freiem Willen beitreten und selbst, durch freie und demo­kratische Wahlen, ihre Führer bestimmen, nur noch eine Möglich­keit für eine weitere Wirksamkeit sah: ihre zur Emigration ge­zwungenen Mitglieder und Führer reorganisierten sie auf dem Gebiete von vierzehn verschiedenen Ländern, aber nichtsdesto­weniger als eine einheitliche Organisation unter der Bezeichnung «Union of Free Hungarian Students»;- daß die Union — trotzdem ihre Wirksamkeit auf der Mitglied­schaft der emigrierten ungarischen Studenten beruht - die gegen­wärtig in Ungarn studierenden 32 346 Studenten als ihre Mit­glieder betrachtet, da diese keine Möglichkeit besitzen, sich frei zu organisieren. Die Zahl der ungarischen Studenten betrug 1956, vor der Revolution, 43 641. Unter diesen Umständen verfügen die ungarischen Studenten offensichtlich nur über eine Möglichkeit, den Satz «... als freie und unabhängige Menschen an der Gesellschaft teilzuhaben» zu inter­pretieren. Wenn sie an den internationalen studentischen Aktivi­täten teilhaben möchten, dann möchten sie überall da vertreten sein, wo Zusammenarbeit, soziale Hilfe an Studenten und Beziehungen diskutiert werden. Die Studenten, die in freien Ländern leben und im Genuß der Organisationsfreiheit stehen, wünschen die Sprecher derjenigen zu sein, denen dieses Recht verweigert wird. Die UFHS ist bestrebt, vollberechtigtes Mitglied und Teilnehmer an der ISK zu werden und möchte sich dort einsetzen für:- die Menschenrechte der Jugend in unterdrückten Kolonialgebieten,- soziale und Studienhilfe für Studenten, die - gleichgültig durch welches tyrannische System — zur Flucht aus ihrer Heimat ge­zwungen werden,- die Förderung der Beziehungen mit den Studenten und Universi­täten Osteuropas, insbesondere Ungarns, um sovielen Studenten wie möglich zu einem längeren Studium im Ausland zu verhelfen und - auf einer Austauschbasis - einer möglichst großen Zahl von westlichen Studenten Gelegenheit zum Sammeln von Erfahrun­gen in diesen Ländern, besonders in Ungarn, zu geben,- die Förderung gegenseitiger Beziehungen und der Zusammen­arbeit zwischen den Völkern, um so die Mauern niederzureißen, welche die unter verschiedenen Gesellschaftssystemen lebenden Menschen trennen.

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