Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 22/1-4. (Budapest, 1899)

1. szám

BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER MARCGRAVIACEEN UND AROIDEEN. ' 1 Verhältniss zu ihrem grossen Breitendurchmesser kurz ; ihre Form ist ziemlich variabel. Die im Allgemeinen rundlichen Chloroplaste yariiren zwischen 7*5 [JL bis ICH) (J. und haben zahlreiche kleine Stärkeeinschlüsse. Dazu aber — dass die Palissadenzellen so dickwandig wären unci so abweichend geformte Chloroplaste enthalten würden, wie dies Fig. 14 des citirten Werkes von H. 0. .JUEL mit Bezug auf die Marcgravia coriacea zeigt - liefert keine der von mir untersuchten Marcgravien ein Beispiel (ist auch aus Fig. 3 der Tafel II genügend ersichtlich). Die Chloroplaste sind gewöhnlich wandständig; (die auf die inneren Flächen der Zellen gezeichneten Chloroplaste schmiegen sich in ziemlich grosser Zahl eigent­lich auch an die mit der Fläche der Tafel zusammenfallende Wandpart-ie der Palissadenzellen). Die Chloroplaste sind an dieser Partie des Mesophylls relativ noch am grössten, kleiner werden sie im transpirirenden Sclrwamm­parenchym ; in eben demselben Verhältniss nehmen sie gegen das untere Hautgewebe an Zahl ab, ein Beweis, dass, obwohl beiläufig dreiviertel Theile des Mesophylls die ziemlich massive Schicht des Schwammparen­chyms ausfüllen, in Bezug auf die freistehenden, dunkelgrünen, leder­artigen Blätter von einer lebhafteren Assimilation keine Bede sein kann. Das Mesophyll enthält sporadisch auch Raphidenbündel, die Raphi­den fügen sich oft an die Längsaxe der Palissadenzellen, im Schwamin­parenchym jedoch haben sie eine horizontale Lage; natürlich meine ich hierunter nur die überwiegende Zahl der Fälle. Auffallend ist der Mangel der weiter unten zu beschreibenden Astrosclere'iden. Die sich an das Sub­strat schmiegenden Blätter können das Mitwirken der Astrosclere'iden theilweise auch schon aus dem Grunde entbehren, weil sie gewöhnlich eine feste Stütze, Baumstämme oder Felsen besitzen. II. Die dunkelgrünen, lederartigen, also die freistehenden Blätter des orthotropen Sprosses (Tab. II, Fig. 2) unterscheiden sich nicht nur vom morphologischen, sondern auch vom anatomischen Gesichtspunkte in mehreren Beziehungen von den am Substrat anhaftenden, fleischigen Blättern.* Die Zellen des Hautgewebes sind zwar auch hier geradwandig, polygonal (Tab. III, Fig. 6), aber sowohl an der Blattoberfläche wie an der Unterfläche reihen sich die Zellen in eine Ebene und hauptsächlich ist es das obere Hautgewebe, das mit typischem Wassergewebe versehen ist ; dies, wie auch das Vorkommen der Raphidenbündel, erinnert uns an Fig. 22 der Marcgravia coriacea von H. 0. JUEL 1. c. (Tab. V, Fig. 17, h, p). Das untere Hautgewebe ist nur hie und da mit einem rudimentären subepi­* Auf dasselbe Resultat gelangte auch GOEBEL (Organographie der Pflanzen, I. Theil. 1898; pag. 138. Adott., sub 2.) Természetrajzi Füzetek XXII köt. 1

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