Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 22/1-4. (Budapest, 1899)

1. szám

BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER MARCGRAVIACEEN UND AROIDEEN. ' 1 Ich danke es der liebenswürdigen Zuvorkommenheit meines hoch­verehten Lehrers, Herrn Universitäts-Professor Dr. G. HABERLANDT'S (Graz), dass ich die hier niedergelegten Resultate, welche auf Grund der an lebenden Exemplaren von Marcgravia umbellata {M. dubia Hort,. Botan. Graz) und Monstera acuminata (Marcgravia paradoxa Hort. Botan. ibid.) angestellten Beobachtungen gewonnen wurden, mittheilen kann. Diese Arbeit betrifft zwei Arten der Genera Marcgravia und Monstera , welche in den Mittheilungen von DELPINO,* H. 0. JUEL 1. c., SZYSZILOWICZ 1. c. und DALITZSCH** gar nicht erwähnt werden, deren physiologisch­anatomische Untersuchung aber zur Förderung der allgemeinen Kennt­nisse der auch morphologisch sehr interessanten Marcgraviaceen und Aroideen geeignet sein wird. Marcgravia umbellata L. (M. dubia Hort. Botan.) I. Sowohl das obere, wie das untere Hautgewebe der sich an drfs Substrat schmiegenden Blätter des plagiotropen Sprosses (Tab. II, Fig. 1) besteh! aus gleichmässig, geradwandigen Zellen, welche im Querschnitte eine Zellenreihe bilden. (Tab. II, Fig. 3e und 4e). Die Zellen des unteren Hautgewebes sind etwas niedriger; im Übrigen ist die radiale Wand der epidermalen Zellen dicht perforirt,, wodurch die Communication des Wassergehaltes des Hautgewebes sehr begünstigt wird (Tab. II, Fig. Dies kann für die Steigerung der assimilatorischen, wie auch der tran­spiratorisclien Kraft der Blätter umso wichtiger sein, weil diese Blätter der Marcgr. umbellata, abweichend von den lederartigen Blättern (Tab. II, Fig.­2), kein besonderes hypodermatisches Wassergewebe besitzen. Diese Blätter bilden, ihrer physiologischen Function entsprechend, dies zu erwähnen, weil H. (). JUEL'S Angaben über die Spaltöffnungen und die Chloroplaste der Marcgramen, also über die feineren Structurverhältnisse allein auf der Untersuchung der getrockneten Exemplare der Marcgr. coriacea basiren. Wie wenig geeignet aber ein derartiges Material zur Untersuchung der Chloroplaste ist, habe ich damals erfahren, als ich zum Zwecke der Revision von den in Alcohol conservirten Exemplaren der Marcgr. umbellata, Monstera acuminata und später vom Herbariums-Material (Marcgr. rectiflora, Marcgr. Sintenisii, Ruyschia clusiae­folia) microsc. Praeparate verfertigte. * F. DKLPINO, Rivista monografica della famiglia delle Marcgraviaceae. (Nuovo Giorn. Botan. ital. Fase. IV. 1869, pp. 257—90.) ** DALITZSCH, Beiträge zur Kenntniss der Blattanatomie der Aroideen. Mit Taf. III. (Botanisches Centraiblatt. Cassel. 1886. Bnd. XXV, pp. 153, 184. 217, 249, 280, 312, 343.)

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