Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 22/1-4. (Budapest, 1899)
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64 ALADÁR RICHTER Fig. 20, Stad. II) immer mehr (wahrscheinlich nach Art des «Philodendron pertusum »); in Folge dessen veränderte sich ihre Form in grösserem Masse. Ich beobachtete, dass am Gipfel ein und desselben steril (?) erscheinenden Zweiges ganz verschieden geformte, gespalten spreitige, grosse Blätter übereinander fallen (Tab. III, Fig. 9, Stad. III) ; dies ist ein Zeichen, dass die Heterophyllie auch an ein und demselben Zweige auftreten kann. Für die vegetativen Organe passte jedoch die Bezeichnung « folia integerrima » beiweitem nicht; WITTMACK'S ausschliesslich die Marcgravia paradoxa betreffende Bemerkung hat sich als vollkommen richtig erwiesen, dass nämlich die Marcgravia paradoxa «ad Monster am pertinere videtur» 1 und zwar : Marcgravia paradoxa BULL ., Cat. (1872) 7 et in Gard. Chron. (1877) I L 13.f. 1, 2 = Monstera tenuis C. KOCH., Ind. Sem. Hort. Berol. (1855) 4 = Monstera acuminata C. KOCH, Ind. Sem. Hort. Berol. (1855) App. 4. A.ENGLER: Araeeae, in DE CAND.Monogr. Phanerog. Vol. II. (1879) p. 265—6., also eine in die Familie der Aroideen gehörende Pflanzenart ist (stammend aus dem tropischen Amerika), welche sich wahrscheinlich durch die Culturen des botan. Gartens von Berlin mit Monstera deliciosa LIEBM, 2 in die botan. Gärten verbreitete. 3 1 WITTMACK, 1. c. pag. 234. 2 Ist unrichtig unter dem Kamen Philodendron pertusum verbreitet. — ENGLER, Natürl. Pflanzenfamil. 1887, p. 120. 3 Vorliegende Arbeit war schon abgeschlossen, als der I. Theil GOEBEL'S «Organographie der Pflanzen» im Jahre 1898 erschien. Aus dem Grunde kann ich nur nachträglich, bei Gelegenheit der Correctur auf einige seiner Daten reflectiren, — im Allgemeinen als solche, welche mit ein oder dem andern Punkte des von mir erzielten Ergebnisses meiner Untersuchungen übereinstimmen. Die grosse Verschiedenheit der Gestaltung der Jugendblattformen der Aroideen fiel auch schon GOEBEL bei Gelegenheit seiner Venezuelanischen Heise auf. Ob die, an den Erythrina-Schutzbäumen einer Kakaoplantage in Venezuela emporgekletterte Aroidee eine Monstera- oder Philodendronaxi war ? — in dieser Hinsicht kann selbst die nach eigener Aufnahme GOEBEL'S (San Estéban in Venezuela) verfertigte photographische Reproduction des obgenannten Werkes, mangels genauerer Definition der in Rede stehenden Pflanze keine nähere Aufklärung geben. Jedoch Fig. 93 des cit. Werkes GOEBEL'S demonstrirt als Habitusbild in Betreff der Entwickelung der Blattformen wesentlich all jene Erscheinungen, welche ich an der Monstera acuminata von Graz constatirte und beschreibe (Tab. IV. Fig. 14. Tab. V. Fig. 20 und Tab. III. Fig. 9). Die Formenverschiedenheit der Blätter vieler Aroideen — hauptsächlich in der Folgenreihe der Entwickelung ist (trotzdem sie aussergewöhnlich interessant ist) — auch heute noch wenig, oder gar nicht bekannt. GOEBEL erwähnt die «Pothos celatocaulis», diese in unseren botanischen Gärten so sehr verbreitete Aroidee als charakteristisches Beispiel, deren Entwickelungsgang wir bis heute nicht