Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 22/1-4. (Budapest, 1899)

1. szám

BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER MARCGRAVIACEEN UND AROIDEEN. ' 1 Die systematische Confusion bezüglich der vegetativen Organe der Marcgravia umbellata und Monstera acuminata hatte morphologisch ver­ständliche Gründe ; ja sogar vom j)hysiologischen und anatomischen Stand­punkte kann zwischen ihnen auf Grund der Analogie gewisser organischer Elemente die Verwandschaftsverbindung erhalten bleiben. (Ausser den Blättern ist es z. B. der Dimorphismus der Chloroplaste, die Sclerenchvm­elemente des Mesophylls, die schwach ausgebildeten Papillen des Haut­systems ; das Verhalten der Palissade im Verhältniss zum Scliwammparen­chym und endlich auch der Epiphytismus, welcher sie physiologisch mit einander in verwandte Verbindung bringt). Dies leitete mich zu folgenden Untersuchungen : 1. In welcher Relation stehen die, jeden Grad des Überganges auf­weisenden Blätter bei den gegebenen Lebensbedingungen zu den Structur­verhältnissen eben derselben Blätter; also ob zwischen den verschieden gestalteten Blättern ein und desselben Zweiges, den veränderten Lebens­verhältnissen und der Heterophyllie nach in anatomischer Beziehung ein Unterschied vorhanden ist, und wenn ja, worin derselbe seine physiolo­gische Erklärung finden kann ? 2. Ob H. 0. JUEL'S, der sich bisher als erster mit der genaueren Er­forschung der anatomischen Verhältnisse der Marcgraviaceen befasste,* kennen, wo sie (loch eine dankbare Culturptlanze unserer botanischen Gärten ist und auch mehrere Meter Länge aufwächst. In Betreff der eigenartigen Entwickelungsreihe der Blattformen ist durch IIIDLEY ein schon länger bekanntes Beispiel die «Pothos flexuosus » [rectius : Epi­premnum medium (ZOLL, et MOR.) ENGLER, Araceai in DE CANDOLLE Monogr. Phanerog. Vol. II. 1879. p. 250. — Synon. Anadrendron medium SCHOTT. GOEBEL, Organographie I. p. 137]. — Gardeners Chronicle, 1894. I. p. 527. RIDLEY'S Beschreibung wird von GOEBEL auch wörtlich citirt (1. c. 137). Übrigens hat schon SCHOTT, der «Begründer der wissenschaftlichen Kennt­niss der Araceen» als Motto die Worte POEPPIG'S citirt : «Ludunt plurimae species foliorum novellorum forma. Cavendum ne consti­tuantur species erronese» (Nov. Gen. et Sp. III. 87). Und es ist eigenthümlich, dass dessen ungeachtet SCHOTT selbst jenen grossen Fehler beging, dass er auf Grund einzelner Blattformen eine ganze Reihe von Arten der Monstera beschrieb ; wo doch alle jene — wie es ENGLER 1. c. be­wies — höchstens Formen der «Monstera pertusa» sind. Das Hauptgewicht meiner Arbeit fällt auf die Marcgraviaceen und ich würde von dem eigentlichen Ziele meiner Aufgabe abweichen, wenn ich mich in die Erör­terung der, die Araceen betreffenden «Pathos»-und «Raphidiophora »-Formen einlassen würde. Höchstens das will ich erwähnen, dass auch GOEBEL, als Director eines bota­nischen Gartens die Erfahrung hat, dass die Jugendformen der Aroideen in den Cul­turen der botanischen Gärten oft (so auch Pothos) als «Marcgravia » benannt werden. * H. O. JUEL, Beiträge zur Anatomie der Marcgraviaceen. (Bihang. Till. LV.

Next

/
Oldalképek
Tartalom