Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 22/1-4. (Budapest, 1899)

1. szám

BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER MARCGRAVIACEEN UND AROIDEEN. ' 1 demum folia multo maiora, pinnatifido-incisa, modo Philodendri formavit et ad Monsteram pertinere videtur.» Aus dem folgt, dass die Marcgravia dubia und Marcgravia paradoxa auch systematisch confundirt wurden und es lohnt sich auch ausser dem anatomischen Interesse, sich mit der Frage nach der systematischen Stel­lung zu befassen, schon darum, weil — wie aus der folgenden Erörterung hervorgeht — alle beide, in zwei verschiedene Familien gehörend, gut clia­rakterisirte Arten sind. Da bei den in Rede stehenden Arten reproductive Organe der Be­obachtung nicht zur Verfügung standen, so beschränkte ich meine Unter­suchung auf die vegetative Organe und erhielt dadurch den gewünschten Leitfaden zur weiteren Forschung im Index Kewensis;* nach diesem ist die : Marcgravia dubia H. B. K. Nov. Gen. et Sp. VII. 217. — Marcgravia umbellata L. sp. plant. 508. Wenn wir nun das Bild und die Diagnose der Marcgravia umbellata in der Fl. Brasil. 1. c. pp. 225—6, mit unserer Pflanze vergleichen, so sehen wir, dass die Berichtigung des Ind. Kew. in allen ihren Punkten giltig ist und dass sich unter dem Namen Marcgravia d/ubia die Marcgravia um­bellata , d. h. eine richtige LINNÉ-Species verbirgt, deren Heimat die Antil­len, Cuba, Jamaica, Columbia und hauptsächlich Guyana ist.** Nach dem Bilde der Flora Brasiliensis sind höchstens die Blätter des fertilen Zweiges denen der Grazer Marcgravia dubia insofern ein wenig unähnlich, dass sie etwas eiförmiger sind (vergl. Tab. II, Fig. 2 und das Bild der Marcgr. umbellata aus Fl. Brasil. 1. c.) ; dies kommt jedoch bei ein und derselben Marcgravia-Art auch vor; ein Beispiel liiezu ist das in der Flora Brasi­liensis gegebene Bild der Marcgravia parvi flora. Lehrreicher war das Beispiel der Marcgravia paradoxa. Bei der Mar<gr. parado.ra aus Graz habe ich nämlich mehrere solche Triebe gefunden, deren Blätter, soweit das Substrat reichte, thatsächlieh Charak­teristica der Blätter der plagiotropen Zweige zeigten, die Heteropliyllie der Blätter unzweifelhaft beweisend. Bei ihrem weiteren Wachsthum, als sie den Boden verloren (also «ramus über» wurden), und derart die obersten Blätter der überwachsenden tu. orthotrop gewordenen) Aste in gänzlich freie Lage kamen, da sie sich nirgends anschmiegen konnten, spaltete sich ihre Blattspreite (Tab. ^ . * Index Kewensis, 1894, pag. 167. ** Species in Guyana vulgatissima, in herbariis tmjuens. W ITTMACK, 1. e. II» Brasilien bildet die Marcgravia coriacca VAHL ihre vicariirende Schwesterart.

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