Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
DECAPODENFAUNA D. TJNG. TERTIÄRS. 83 3. Xanthopsis Bittneri nov. sp. (Tab. VI. Fig. la—d, 2a, 2b.) In der reichen Piszkeer Fauna findet sich neben vielen Harpactocarcinus pundulatus DESM. auch eine Xanthopsisa,rt, welche von allen bekannten Arten abweicht, da der Vorderseitenrand nicht mit dornenartigen Zähnen geschmückt ist und auch die Oberfläche jeder Sculptur entbehrt. Abgesehen von diesen Unterschieden könnte man diese Form im ersten Moment für ein Weibchen von Harpactocarcinus pundulatus halten, da die Contour des Cephalothorax, sowie dessen Dimensionen und die Form der Hand sehr an das bei BEUSS als Cancer brackychelus BEUSS beschriebene Weibchen von H. pundulatus erinnern. Meine Exemplare sind alle mangelhaft; entweder ist nur der Cephalothorax als Steinkern erhalten oder aber er ist zusammengedrückt; die beiden am besten erhaltenen Exemplare stelle ich auf Taf. VI dar. Ich habe kein so vollkommen unversehrtes Exemplar, an welchem man alle Charaktere beisammen sehen könnte. Auf Grund der gefundenen 4 Exemplare kann ich die Charaktere in Folgendes zusammenfassen : Der Cephalothorax ist breiter als lang, seiner Breite nach sehr wenig convex, der Länge nach etwas convexer, so aber, dass er am convexesten in der Richtung des grössten Breitendurchmessers ist, von hier fällt er gegen vorne genug plötzlich ab. während er sich nach rückwärts schwach verflacht. Die Vorderseitenränder und der Frontalrand zusammengenommen, bilden einen genug starken Bogen, fast einen ganzen Halbkreis. Wie bei allen Xanthopsiden neigt sich auch hier der Stirnrand ein wenig vor und ist mit vier spitzen Dornen geschmückt, von denen die zwei mittleren näher zu einander stehen und sich weiter nach vorne strecken, als die seitlichen. Die Augenhöhle ist rundlich und tief eingeschnitten, die Öffnung dagegen, wie wir aus den Maassen weiter unten sehen werden, genug gross, der Orbitalrand ist geraderandig, schwach angeschwollen und hinten mit einer flachen Furche begrenzt, was sich besonders bei meinem jungen Exemplar gut zeigt. Die Augenhöhle war von aussen mit einem schwachen Zahn begrenzt. Der Vorderseitenrand ist gebogen und ganz glatt, mit kleinen dornartigen Fortsätzen geziert (Tab. VI, Fig. 2a), nur bei einem männlichen Exemplar sieht man gegen das Ende des Bandes zu die Spur zweier Tuberkel (Tab. VI, Fig. la). Der Hinterseitenrand ist gerade und etwas kürzer als der Vorderseitenrand. Der Hinterrand ist circa so lang als der Hinterseitenrand, gerade und mit einer angeschwollenen Leiste begrenzt. Die an der Oberfläche die einzelnen Regionen abgrenzenden Furchen sind kaum sichtbar, nur die, die Cardiacalregion von der Branchial6*