Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
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82 D5 LOBENTHEY der Hand. Diesbezüglich sagt BITTNER auf P. 88 (28) seines Werkes, dass die grössere Breite des Cephalothorax keinen Unterschied bilden kann, daMiLNEEDWARDS selbst ähnlich breite punctulatus-Exemplare zeichnet, was wieder beweist, dass die Aussenform bei dieser Art sehr variabel ist. Bezüglieh des zweiten Charakters sagt BITTNER: «. . .Bezüglich des zweiten Merkmals ist eine Entscheidung schon deshalb schwerer, weil gerade der Vorderarm und das anstossende Stück der Hand nur überaus selten unbeschädigt erhalten sind. Dennoch wird es gewiss leicht gelingen, unter jeder nur etwas grösseren Anzahl von Stücken des C. punctulatus auch solche zu finden, die in dem Auftreten jener Tuberkeln mit Harpactocarcinus ovalis übereinstimmen, in allen anderen Merkmalen aber vo.n dem typischen C. punctulatus in nichts zu unterscheiden sind.» Ich kann auf Grund des reichen Piszkeer Materiales auch diese Behauptungen BITTNER'S nur bestärken, denn wie bereits erwähnt, finden sich auch unter den punctulatus breitere Formen ; die Hand fehlt aber auch bei meinen Exemplaren, so dass meine Exemplare keinerlei Handhabe weder zur Artvereinigung noch Trennung bieten. Auf Grund des bisher Gesagten, kann ich mit Bestimmtheit behaupten, dass es innerhalb der so variablen Art Harpactocarcinus ^punctulatus keine constante Charaktere gibt, auf Grund deren dieselbe in mehrere Arten getheilt werden könnte, weshalb zu mindestens die von MILNEEDWARDS aufgestellten H. rotunclcitus und H. ovalis an //. punctulatus zurückgeschlossen werden müssen, ebenso auch BEUSS'S brachychelus. BITTNER behauptete übrigens schon an dem citirten Ort, dass die Charaktere von ovalis und rotundatus nicht so constant sind, wie M.-EDWARDS glaubte, doch zog er die zwei Gattungen nicht zusammen, was ich aber auf Grund des mir zur Verfügung stehenden reichen Materiales thun kann. Fundort : BITTNER sagt in seiner Abhandlung: «Neue Beiträge zur Kenntniss der Brachyurenfauna des Alttertiärs von Vicenza und Verona» auf p. 311 bezüglich des Vorkommens und der geologischen Bedeutung von H. punctulatus: «das Hauptlager dieser Art befindet sich unterhalb der Priabona-Schichten : ja es ist sogar sehr zweifelhaft, ob dieselbe jemals in die Priabona-Schichten hinaufgeht» ; dem gegenüber beweist das Piszkeer Vorkommen, dass in unserem Vaterlande diese Art eben in dem Priabonahorizont vorherrscht und aus dem Mittel-Eocän nur aus Halimba (Com. Veszprém) bekannt ist. In der Gegend von Verona kommt sie bei Val. Rovina, Val. S. Michele, V. S. Floriano und Val. Laverda vor, am reichsten bei Fumana di Valpolicella und Castelrotto. Bei Mossano befinden sich die reichsten Fundorte auf dem Colli Berici und bei Barbarano. In Süd-Tirol kommt sie bei Boveredo in dem tiefsten, über den Scaglia gelagerten Eocän vor.