Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

DECAPODENFAUNA D. TJNG. TERTIÄRS. 79 Das in dem geologischen und paläontologischen Institut der k. ung. Universität vorhandene reiche Material, welches noch von MAX V. HANTKEN gesammelt wurde, sowie auch die schönen, in der Sammlung der k. ung. geologischen Anstalt vorhandenen schönen Exemplare legen Zeugenschaft dafür ab. dass diese Art in ihrer Form viel variabler ist, als dies DESMAREST und MILNE-EDWARDS annahmen. Seit der Originalbeschreibung von DES­MAREST wurden von Harpactocarcinus punctulatus, nachdem man nicht zur Genüge die Grenze der Formenvariabilität dieser Art kannte, mehrere einzelne Formen derselben als besondere Arten beschrieben. So fand M.-EDWARDS an verschiedenen Localitäten von einander wenig verschie­dene Exemplare, welche er unter diversen Namen als von punctulatus ver­schiedene Arten beschrieb; dies gilt namentlich für H. ovalis und rotuu­< latus . Später beschrieb A. REUSS ein weibliches Exemplar als H. brachy­chelus, später stellte es sich jedoch heraus, dass der von REUSS als specitisch betrachtete Unterschied thatsächlich nur den Werth von Ge­schlechtsmerkmalen hat, weshalb seine Art wieder zu Harpactocarcinus punctulatus gezogen wurde. Die Piszkeer Exemplare beweisen ebenfalls, dass bei den Weibchen von Harpactocarcinus punctulatus der Cephalo­thorax abgerundeter, die Hand thatsächlich kürzer und gedrungener ist. Eines meiner am Besten erhaltenen Piszkeer Exemplare ist ein Männchen, und 106 mm breit, 75 mm lang und die Verhältnisszahl zwischen beiden Proportionen beträgt (1'41 : 1); die Länge der Hand dagegen beträgt 58 mm. Aus Mossano besitze ich ein, wenig kleineres Weibchen, welches 104 mm breit, daher nur wenig schmäler als das Piszkeer Exemplar ist, trotzdem ist es länger (79 mm», das Verhältniss zwischen den zwei Di­mensionen beträgt (1*31 : 1), während die Hand nur 42 mm lang ist. Ich habe von Piszke auch ein Weibchen, welches bedeutend kleiner als das Mossanoer Exemplar ist. denn es ist nur circa 76 mm breit, 64 mm lang, die Verhältnisszahl beträgt (1'8 : 1), während die Hand nur 31 mm lang ist. Diese Beobachtungen beweisen also, dass die weiblichen Exemplare immer rundlicher sind, das heisst, dass der Unterschied zwischen Länge und Breite bei ihnen immer geringer ist; die Hand dagegen kürzer und gedrungener als die der männlichen Exemplare. In Piszke finden sich, ausser dem Typus, auch noch solche Formen, welche am meisten mit //. ovalis M.-EDW. ubereinstimmen, nachdem bei ihnen der Cephalothorax etwas breiter als bei den typischen punctulatus zu sein pflegt (circa 75 mm breit und 53 mm lang, das Verhältniss zwi­schen beiden beträgt (1'41 : 1). Nachdem jedoch die Extremitäten fehlen, konnte ich nicht entscheiden, ob die aus 3—4 Tuberkeln bestehende Reihe am Anfange der Hand und am A.ussenrande des Vorderarmes vor­handen ist. Dass der Cephalothorax etwas breiter als bei den Exemplaren

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