Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

72 Di LÖRENTHEY. Schichte fehlt, während dieselben aber bei meiner Form auch an den voll­ständigsten Theilen der Oberfläche sehr schön sichtbar sind. Bei Lóczyanus ist die vordere Extremität mitsammt ihren Scheeren vorhanden. Von den letzteren gelang es mir die rechtsseitige zu prä­pariren. Dieselbe ist 20 mm lang — ohne Finger — verschärft sich gegen vorne zu succesiv, nachdem der untere und obere Band gegen vorne zu sich fortwährend von einander entfernt. Die Breite, resp. Höhe lässt sich, da der Unterrand fehlt, nicht messen. Die Aussenseite ist convex, die innere von oben ebenfalls, doch unten sieht man eine breite Furche von geringer Tiefe an der mangelhaften Scheere. Es scheint, dass an der ganzen Hand sich keinerlei Dorn oder grösserer Höcker befand; nur an dem Aussenrand der Gelenkgrube des Fingers findet sich oben ein kleiner, zahn­artiger Tuberkel. Uebrigens ist die ganze Oberfläche ähnlich geschmückt, wie der Cephalothorax, nämlich mit, nur unter dem Mikroskop sichtbaren, dicht stehenden kleinen Tuberkeln und, mit freiem Auge gut sichtbaren, genug dicht stehenden grösseren, runden Grübchen. Die Maasse des einzigen Exemplares sind folgende : Länge.... 34-5 mm Breite ..„ 39-5 « Stirnrand mit der Augenhöhle 27-0 « Stirne allein ca. 12-0 « Vorderseitenrand .... ... 12-0 « Hinterseitenrand 260 « Hinterrand 23-0 « Augenhöhle ca. 8-0 « Länge der Hand 20-0 « Ich erhielt diese Art von Herrn Univ.-Prof. Dr. LUDWIG V. LÖCZY zur Beschreibung und benannte sie ihm zu Ehren. Fundort : Das hier beschriebene Exemplar stammt aus dem Kis­Sväbhegyer Foraminiferen-reichen Nummulitenkalk. Doch kennen wir nicht nur dieses einzige Exemplar, denn als ich im Sommer des .Jahres 1897 eine grössere westeuropäische Studienreise machte, erwarb ich in dem Dr. F. KRANTz'schen «Rheinischen Mineralien-Contor» zu Bonn ein zweites Exemplar für das geologisch-palseontogische Institut der Budapester Uni­versität, welches aus Italien stammt, vollkommen typisch ist und sogar bezüglich der Grösse mit dem Kis-Sväbhegyer Exemplar übereinstimmt. Dieses zweite Exemplar wurde von KLIPSTEIN gesammelt und war als Harpactocarcinus punctulatus bestimmt; es stammt aus gelblichem Mergel der eocaenen Formationen von Val-Rovino bei Bassano (Ober-Italien).

Next

/
Oldalképek
Tartalom