Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
DECAPODENFAUNA D. TJNG. TERTIÄRS. 67 Nach aussen geht er unmerkbar in den Orbitalrand über, resp. er verschwindet über dem Auge, was bei seiner Dicke auffällt, umsomehr als er gegenüber den plötzlich abfallenden Gastrairegionen einen Winkel von fast 90° bildend, gerade nach vorne gerichtet ist; die Augenhöhle ist relativ schwach eingeschnitten, und geht nach aussen unmerkbar in den, den Vorderseitenrand schmückenden Lobus über. Ein Orbitalrand lässt sich nicht unterscheiden. Den stark gebogenen Vorderseitenrand zieren vier Stachel, resp. dornartige Loben, von denen die vorderen zwei breit und von einander durch einen schmalen Einschnitt getrennt sind; dieselben liegen tiefer als der Frontalrand, ihre Eänder dagegen biegen sich schwach nach aufwärts ; von den zwei mit den hinteren Spitzen nach vorne und aufwärts gerichteten spitzen Stacheln befindet sich der letzte am Ende des grössten Breiten-Durchmessers. Der Hinterseitenrand ist kürzer als der vordere, schwach gebogen, abgerundet und geht hinten fast unmerkbar in den schwach welligen Hinterrand über, welcher mit einer schwachen Leiste geschmückt ist. Die ganze Oberfläche ist mit sehr feinen, nur unter der Loupe sichtbaren Tuberkeln dicht bedeckt. Die Dimensionen einiger meiner Exemplare sind folgende : mm breit mm lang Verhältn. zw. Beiden I. 26 (mit den letzten Stacheln) und 18 (1-44:1) II. 17 « « « « « 12 I III. 17 « « « « » 12 j : ' Zum Beweise der Artenselbständigkeit meiner Form ist es nöthig, dieselbe mit den nächstverwandten Arten (T. typicus M.-EWD. und crassifrons M.-EDW. zu vergleichen. MILNE-EDWARDS beschreibt Galenopsis typicus aus dem Hastingueser (Dép. Landes) Nummulitenkalk, in welchem er sehr häufig ist, gut erhaltene Exemplare aber sehr selten sind. Die, die Cardiacal- und Branchialregionen trennenden Furchen sind auch hei tj/picus schwach, so wie bei quadrilobata, die, die Urogastralregion begrenzenden Furchen, welche halbmond- oder sehr offen U-förmig, bei beiden Arten sehr schwach sind. In jüngerem Alter ist auch noch eine Spur der Furche zwischen Cardiacal- und Gastralregion bei quadrilobata vorhanden, welche dann später im Laufe der Entwickelung schwächer wird, bis sie gänzlich verschwindet. Bei typicus, wie dies auch auf der Tafel MILNE-EDWARDS' ersichtlich, theilt den Stirnrand, sowie auch die Vordergastrairegionen eine, der Länge nach verlaufende Furche in der Mittellinie entzwei; bei meiner Form ist keine Spur dieser Furche vorhanden. während sie bei crassifrotis ebenfalls schwach entwickelt ist, wodurch meine Form in dieser Beziehung von beiden abweicht.