Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

68 Di LÖRENTHEY. Die Stirne ist sowohl bei typicus als auch quadrilobata ähnlich ge­formt, nur ist bei quadrilobata keine Spur jener «échancrure» und des daneben gelegenen stumpfen Zahnes, welcher bei typicus den Stirnrand von dem inneren Band des Orbitalrandes trennt vorhanden; dagegen geht der Stirnrand unmerkbar in den Orbitalwulst über, ohne eingeschnitten zu sein oder einen stumpfen Zahn zu bilden. Bei meiner Form ist die Augengrube nicht so tief eingeschnitten, wie bei typicus. Bei dem letzteren ist der Yorderseitenrand kaum wahrnehm­bar in drei breite und stumpfe Loben getheilt; es ist dies «jener Winkel, welcher durch das Zusammentreffen des Vorder- und Hinterseitenrandes entsteht und einen conischen kleinen Zahn bildet». Bei meiner"Form ist dieser Vorderseitenrand entschieden viertheilig. Meine Form ist in ähn­licher Weise concav wie typicus, während crassifrons flacher ist. Sie ver­schmälert sich dagegen hinten zu stärker als typicus und nähert sich in dieser Beziehung crassifrons. Der Orbitalrand ist bei beiden Formen MILNE-EDWARDS' angeschwollen, bei meiner Form dagegen nicht, son­dern scharf und mit dem übrigen Vordertheil des Cephalothorax voll­ständig verschmelzend, da er von hinten durch keine Furche begrenzt wird. Die Augenhöhle ist bei meiner Form beinahe so klein, wie bei crassi­frons ; doch während sie bei dem Letzteren durch eine wenig vorspringende, stachelartige Spitze nach auswärts zu begrenzt ist, geht sie bei quadri­lobata unmerkbar in den ersten Lobus des Vorderseitenrandes über. Der Vorderseitenrand ist im Verhältniss zu dem hinteren am kürzesten bei crassifrons, etwas länger bei typicus, doch noch immer viel kürzer als der Hinterseitenrand ; bei meiner Form aber sind beide Bänder gleich lang (11—11, bei einem anderen Exemplar 7—7) oder der Hinterseitenrand ist nur sehr wenig kürzer als der Vorderseitenrand. Die Oberfläche ist bei quadrilobata so wie bei crassifrons sehr fein punktirt. Die Sculptur von typicus ist unbekannt. Ebenfalls in den Formenkreis von typicus und crassifrons gehört auch depressus M.-EDW., welcher jedoch auf Grund eines noch schlechter erhaltenen Exemplares beschrieben wurde, als die anderen zwei,* weshalb ich diese Form gar nicht zur Vergleichung heranziehe. Similis BITTN. unterscheidet sich von quadrilobata schon in sehr vielem. Erstens ist similis grösser, besitzt eine dickere Schale, der Stirn­rand ist viergetheilt, bei meiner Form dagegen nur zweilappig. Bei similis ist der Vorderseitenrand viel kürzer als der Hinterseiten­rand, bei meiner Art dagegen gleich oder fast gleich. Meine Art ver­* Ann. d. scienc. geol. III. Nr. 3. 1872. Pag. 10. pl. 8. fig. 3.

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