Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
66 D i LÖRENTHEY . überzieht, von welcher aber die oberste Schichte abgesprungen ist, sieht man darauf von einander entfernte grosse, runde, flache Tuberkel. Wahrscheinlich verursachten dieselben, dass ein solches Exemplar in der HANTKEN'schen Sammlung als G. pustulosus bestimmt war, während doch similis sonst immer viel kleiner als pustulosus ist. Zwischen den zwei Augenhöhlen sieht man hinter dem Stirnrand zwei Tuberkel an dem Steinkern und dazwischen eine Furche, welche die Mittellinie des Cephalothorax anzeigt. Diese Tuberkel verursachen vielleicht die Furche hinter der Stirne. Fundort: Während BITTNER aus den unteren Gomberto-Schichten nur ein Exemplar kannte, fand ich in dem Nummuliten-reichen und Lithothamnium-hältigen Nummulitenkalk des Budapester Kis-Svábhegy mit den Fragmenten zusammen circa 20 Exemplare, so dass diese Art zu den häufigsten Formen gehört. Dieses Vorkommen weist aber zugleich darauf hin, dass der Hauptfnndort von Galenopsis similis BITTN. nicht die Tongri Stufe, also der untere Theil des Eocaens ist, von wo BITTNER diese Art bekannt machte, sondern jener Horizont, welcher in die Grenze zwischen dem mittleren und dem oberen Eocsen fällt ; von hier reicht dann die Art in das Oligocaen hinauf. 23. Galenopsis quadrilobata nov. sp. (Tab. V. Fig. 3 a—c.) Ich fand in dem Kis-Svábhegy er Nummulitenkalk fünf Galenopsis von verschiedenen Entwickelungsstadien, welche, wie wir sehen werden, viel näher zu Galenopsis typicus M.-EDW. und G. crassifrons M.-EDW. als zu G. similis stehen ; trotzdem bezeichne ich sie vorläufig mit einem besonderen Namen, da sowohl typicus als auch crassifrons auf Grund mangelhafter Exemplare beschrieben sind, weshalb sich die vollständige Identität mit meiner Art nicht constatiren lässt. Die Charaktere meiner Art kann ich in Folgendem zusammenfassen : Der Cephalothorax ist wenig convex, am stärksten in der Linie des grössten Breitendurchmessers, von hier rundet er sich gegen vorne zu plötzlicher, gegen hinten zu schwächer ab. Der breiteste Diameter befindet sich zwischen den letzten Dornen des Vorderseitenrandes. Die Oberfläche ist glatt, nicht in Regionen getheilt, schwache Spuren finden sich nur von den Spalten zwischen den Cardiacal- und Brancliialregionen, an jüngeren Exemplaren findet sich, wie im Allgemeinen bei den Galenopsisarten nur die Furche zwischen der Cardiacal- und Gastrairegion. Der Stirnrand ist in der Mitte kaum eingeschnitten.