Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
106 Di LÖRENTHEY. ANOMURA M. Edw. E) PAGURID.E. 13. Pagurus priscus BROCHI. (Tab. IX. Fig. 6a, 6b, 7a, 7b.) 1883. Pagurus priscus BKOCC. Note sur les crustacés fossiles des terrains tertiaires de la Hongrie. P. 7. Pl. 5. Fig. 9.) Ich fand an dem Budapest-Rákoser Fundort mehrere Hände dieser Art, welche BROCCHI von hier unter dem Namen Pagurus priscus beschrieben hat. Auf Grund meiner Exemplare kann ich die Beschreibung von BROCCHI mit Folgendem ergänzen : Sowohl die Aussen- als die Innenseite der Hand ist stark convex ; der bewegliche Finger, dessen Länge mit der der Hand übereinstimmt, ist bei meinen Exemplaren im Allgemeinen kräftiger, gedrungener als auf der Abbildung BROCCHI'S. Am wichtigsten ist es aber zu erwähnen, dass der zum greifen dienende Rand des Index und des beweglichen Fingers mit grossen, breiten und runden Zähnen bedeckt ist. Das unbewegliche Glied ist länger als das bewegliche. Die Grösse der von mir gesammelten Exemplare ist sehr variabel. Das kleinste vollkommen erhaltene Exemplar ist 16 mm lang, ein anderes (Fig. 6) 48 mm, das grösste (Fig. 7) mangelhafte Exemplar dagegen ca 82 mm, was einem riesigen Thiere entspricht. Wenn diese Räkoser Art thatsächlich zur Gattung Pagurus gehört, müssen wir auch jene Krebshände zu Pagurus stellen, welche Dr. GIUSEPPE RISTORI aus dem Miocän Mittelitaliens als Xantho ? Manzonii RISTORI von Bologna beschrieb.* Die italienische Art unterscheidet sich in spezifischen Merkmalen von der Räkoser, da bei Manzonii die Tuberkel der Oberfläche in weit von einander stehenden Reihen in gleicher Weise auf der Hand und den Fingern stehen, während sie bei priscus viel dichter und unregelmässig auf der Oberfläche zerstreut sind, nur auf der inneren und oberen Seite des beweglichen Gliedes sind die Tuberkel in Reihen geordnet, doch stehen auch hier, z. B. auf der inneren Seite die einzelnen Beiben so nahe zu einander, dass sie sich fast berühren. Nur an dem Oberrande der Basis und des beweglichen Gliedes sind die Tuberkelreihen durch grössere Intercalare getrennt. Die Höcker der Oberfläche sind bei priscus nicht * Xantho ? Manzonii nov. sp. Dr. RISTORI GIUSEPPE: «Alcuni crostacei del miocene medio Italiano« (Atti della Societá Toscana die Scienze Natur. Vol. IX. fasc. 1°. Pag. 213. [2). Tav. IV. Fig. 2. 3, 4.) Pisa, 1880.