Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

DECAPODENFAUNA D. UNG . TERTIÄRS. 107 von gleicher Grösse, da sich neben grösseren, stellenweise auch klei­nere finden. Fundort : In dem Budapest-Rákoser, Alveolinen und sonstige Fora­miniferen reichlich enthaltenden lockeren Kalk genug häufig. QUARTAER. V. Diluvium. I . Telphusa fluviatilis LATR. (Tab. VIII. Fig. 7.) 1863. Telphusa fluviatilis Dr. CAMILLO HELLEK. Die Crustaceen des südl. Europa, Crustacea Podophthalmia etc. Pag. 97. Taf. III. Fig. 1—2. Wien 1863. (Siehe dort die frühere Litteratur.) Obwohl diese diluviale Krabbe eigentlich nicht mehr in den Rahmen dieser Abhandlung gehört, erwähne ich sie doch hier, um nicht durch die Publikation meiner Daten an anderem Orte die ohnedies zerstreute Litteratur noch mehr zu zerstreuen, umsomehr als wir nur einen einzi­gen quaternären Krebs, den Telphusa fluviatilis LATR. von Süttö aus dem diluvialen Kalktuff, kennen. Ich verglich mein einziges Exemplar mit den recenten Formen des Budapester Nationalmuseums, des Wiener Hofmuseums so wie der zoolo­gischen Sammlung des bayerischen Staates in München, ferner auch mit jenem Exemplar des Wiener Geologen Dr. ALEXANDER BITTNER'S, welches er in Griechenland sammelte. So fand ich, dass mein fossiles Exemplar, in von dem ich nur das Cephalothorax präpariren konnte, vollkommen, auch in der Grösse mit dem von BITTNER in Griechenland gesammelten Exem­plar übereinstimmt. Fundort: Im Frühjahre des Jahres 1896 veranstaltete Herr Univ.­Prof. Dr. L. v. LÖCZY einen Ausflug an die untere Donau, an welchem ich, seiner liebenswürdigen Einladung folgend, ebenfalls theilnahm. Bei dieser Gelegenheit sali ich inZimony beim Millenniums-Denkmal als Baustein Süt­töer Kalktuff, welcher einen Telphusa enthielt. Dieser Fund erfreute mich umsomehr, als bisher aus unseren Kalktuffen keine Krabben bekannt wa­ren. Zu meinem Bedauern konnte ich aber nur den Cephalothorax erlan­gen. Bisher war Telphusa fluviatilis LATR. meines Wissens nach in fossi­lem Zustand nicht bekannt. In Süttö (Com. Komárom) kann er nicht selten sein, da ich in demselben Stücke, aus dem ich mit grosser Mühe mein Exemplar erlangte, auch die Gliedmaassen mehrerer Individuen sah.

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