Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
DECAPODENFAUNA D. UNG. TERTIÄRS. 105 fläche schwach concav ist ; diese zwei Kanten, von denen die äussere mit Tuberkeln besetzt ist, sieht man nur an der Fingerbasis. Der Rand der Gelenksgrube des beweglichen Gliedes an der Aussen- und Innenseite mit Tuberkeln besetzt. Der bewegliche Finger ist stark gebogen, fast hakenförmig, an dem zum Ergreifen dienenden Rande ist er mit zwei breiten Zähnen geschmiickt, von welchen der erste schwächere beim Präpariren abbrach. Bei ferox ist die Hand abweichend von Brocchii geziert, da bei fero.r an der unteren scharfen und fast schneidenden Kante in etwas grösserer Entfernung von einander sich Borstenlöcher finden, welche sich auf den Index fortsetzen ; dagegen ist bei Brocchii diese Kante gezähnt sägig und zwischen den einzelnen Zähnen finden sich Borstenlöcher; die so gebildete Kante reicht bis zu der Mitte des Index und dort hören die Zähne auf, so dass in der Vorderhälfte des Index nur noch mehr die Borstenlöcher zu sehen sind. Bei ferox findet sich auch an derAussenseite des Index über der Kante eine Reihe Borstenlöcher, welche sich nur auf den Index beschränkt, während dagegen bei Brocchii diese Borstenreihe sich auch, wie auf Fig. 5b ersichtlich, der Hand entlang zieht. Während der Index von fero.r fast ganz gerade ist, biegt er sich bei Brocchii mit seiner Spitze stark aufwärts. Sehr verschieden sind beide Arten in Bezug der Bezähnung des beweglichen Gliedes, denn während dieses bei Brocchii mit zwei breiten Zähnen geziert ist, finden wir bei ferox zwei oder drei schmale, spitze Zähne und zwar befindet sich über jedem Zahn an der Aussenseite je eine aus verticalen Poren zusammengesetzte Furche, in welcher Borstenbündel steckten ; an dem Hinterende des Fingers, am Oberrande befinden sich mehrere runde Borstenlöcher, welche bei Brocchii total fehlen. Wenn bei ferox das bewegliche Glied mit drei Zähnen versehen ist, sind von diesen die zwei letzteren, kleineren unten zum Theil meistenteils zusammengewachsen und dann erinnert diese Form mehr an Brocchii. Bei fero.r ist der Index «stumpf und nur mit undeutlichen Leisten versehen», das bewegliche Glied dagegen «kräftig und plump», während es bei Brocchii an der Handbasis gemessen nicht eben kräftig entwickelt ist. Bei ferox werden die Zähne des beweglichen Gliedes nach hinten zu schwächer, bei Brocchii stärker. Ich benannte diese Art zu Ehren Herrn P. BROCCHI'S, der die Bäkoser Fauna zum Ersten beschrieben hat. Fundort: Ich fand von dieser Art nur eine rechte Hand an dem bekannten Budapest-Bäkoser Fundort in dem Alveoliiut- und auch sonst Foruminiferen-reichen lockeren Kalkstein.