Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

98 D i LÖRENTHEY . Unterschied zwischen beiden Arten. Bei Szontaghi reicht nämlich die, die Begion von aussen begrenzende Furche bis zu dem Aussenrand des Auges, während sie bei carniolicus über den ersten paarigen Dorn des Vorder­seitenrandes reicht; während so bei Szontaghi die ersten paarigen Dornen auf die Hepaticalregion, das zweite Paar auf die vordere Branchialregion fällt, finden wir bei carniolicus das erste Paar noch auf der vorderen Gastrairegion, die übrigen vertheilen sich dagegen auf die Hepatical- und Proto-Branchialregionen. Bei carniolicus ist so die Hepaticalregion etwas kleiner, als bei Szontaghi, sowie auch die Proto-Branchialregion. C. Szontaghi stimmt in vielem auch mit jener Form, welche ich aus dem Leithakalk des Comitates Baranya als Cancer cfr. carniolicus BITTN. beschrieben habe, nachdem auch hier die Frontalleiste mit vier Dornen geziert ist, während die vorderen Gastrairegionen ähnliche Ausbildung wie Szontaghi zeigt. So nähern sie alle Charaktere, welche sie von carniolicus trennen, zugleich dem Szontaghi. Trotzdem lässt sich dieses Baranyaer Exemplar-nicht mit der letztgenannten Form identificirén, da es nicht nur in Bezug der Ausbildung der Hinterleiste abweicht, sondern auch bezüg­lich der Handscheere ; die Basis derselben trägt bei dem Baranyaer Can­cer zwei Beiben sehr kleine spitze Höcker, bei C. Szontaghi dagegen meh­rere Reihen starke, grosse, spitze Dornen. Um ein richtiges Bild der morphologischen Verhältnisse von Szon­taghi und seines Verhältnisses zu carniolicus zu gewinnen, stelle ich die Grössenangaben (nach BITTNER) des carniolicus und die daraus berechnete Proportionszahl den Maassen von Szontaghi gegenüber. Carniolicus I. II. in. Szontaghi Breite„„ .... .. ~ 31 mm 38 mm 42 mm .... .... 47 mm Länge .... ­22 mm 26 mm — « 34 mm Verliältniss beider (1-40 : 1) (1-46 : 1) — « (1-38 : 1) Vorderleiste mit dem Auge 14 mm ca 16 mm 17 « 22 mm Vordere Seitenleiste 15 mm 19 mm 22 « _ ca26 mm Hintere Seitenleiste ca 15 mm ca 18 mm — « .... .... ca 18 mm Hintere Leiste call mm 12 mm — « .,„ ca 20 mm Fundort: Herr Staatssectionsgeologe und Bergrath Dr. THOMAS V. SZONTAGH fand das einzige Exemplar dieser interessanten neuen Art auf seinem Aufnahmsgebiete in dem Comitate Bihar in Tasädfö, in zwischen Dyasconglomerate eingekeiltem und daraufgelagertem Leithakalke nord­östlich von dem Orte, an der linken Seite des «Muncélui-Thales». Ich be­nannte dasselbe ihm zu Ehren, C. Szontaghi. An demselben Kalkstein­stück befindet sich ausser dem oben erwähnten noch ein anderer, nicht nä­her bestimmbarer Cancer , woraus sich ersehen lässt, dass hier die Krab-

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