Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

DECAPODENFAUNA D. UNG. TERTIÄRS. 99 ben genug häufig sind. Dieser Fundort beweist auch, das Krebse, in an Ufern gebildeten Sedimenten nicht selten sind. Hier lagerte sich der Leitha­kalk in einer, in das Dyasconglomerat eingeschnittenen, einige Meter brei­ten Bucht ab; darüber lagerten sich dann sarmatische, später pontische Schichten. 8. Pilodius mediterraneus nov. sp. (Tab. VIII. Fig. 5 und 6.) Eine der interessantesten Formen der Bákoser obermediterranei­schen Fauna, indem er ein Vertreter einer bisher nur als recent bekann­ten Form ist. Ich kann auf Grund dieses Fundes getrost behaupten, dass die von DANA beschriebene * und heute genug weit verbreitete Gattung Pilodius schon am Ende der Mediterran epoch e auf dem Gebiete Un­garns lebte Ich kann die Charaktere dieser meiner interessanten neuen Form in Folgendem wiedergeben : Der Cephalothorax ist genug breit, schwach convex, der Stirnrand, welcher sich zwischen den Augenhöhlen stark nach vorne streckt und stark nach unten biegt, wird an seiner Kante durch einen mittleren und zwei Seiteneinschnitte in vier Lappen getheilt, von welchen die inneren breit, während die äusseren nichts anderes sind, als zwei einfach nach vorn ge­richtete Dornen ; der Band all' derselben ist nicht glatt, sondern rauh, da er mit kleinen Tuberkeln besät ist, ebenso wie auch der ganze Frontal­rand. Von den erwähnten zwei dornartigen Loben des Stirnrandes durch einen tiefen Einschnitt getrennt, beginnt nach aussen zu der Augen­höhlenrand, welcher wenig convex und an seinem Bande ebenfalls mit Tu­berkeln besät ist, wie der Stirnrand. Der Orbitalrand ist circa in seiner Mitte eingeschnitten ; das superciliare Segment derselben ist das grösste, das präorbitale dagegen kürzer und breiter ; der extraorbitale Theil des Augenhöhlenrandes endigt in einem spitzen Stachel ; der Band aller drei Theile ist mit Tuberkeln besät. Der Vorderseitenrand ist wenig gerundet, fast so lang, wie der Hinterseitenrand und mit drei nach vorne gerichte­ten dornartigen Zähnen bewaffnet, welche nach vorne zu successive schwä­cher werden, so dass der stärkste der hinterste, der schwächste der vor­derste ist, welcher sich nicht weit von der Augenhöhle befindet. An der Oberfläche sieht man die Furchen, welche die Begionen von einander tren­nen, doch nachdem die letzteren sich kaum hervorheben, verbreitern sich * DANA J. D. Crustacea of the U. S. Exploring Expedition (in the Pacific Ocean). Part. I. P. 216. Philadelphia, 1852. 7*

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