Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 20/1-4. (Budapest, 1897)
1-2. szám
23 man ihn «Job», und ebenso nennen ihn die Bewohner des HansemannGebirges, sowie der Dörfer Kasas und Nobonob. In den letzten Tagen des Juni nach den westlichen Gegenden des deutschen Schutzgebietes, hieher nach Berlinhafen gesegelt, verweilten wir unterwegs auf der Insel Taraváj (auf der Landkarte Bertrand-Insel). Hier erfuhr ich, dass die jenseits befindlichen Uferbewohner, von denen sie hier die Federn des Paradiesvogels erhalten, den Vogel « Mdnuj » nennen, welcher Name auch im Dorfe Taraváj üblich ist, In Berlinhafen dagegen überkamen die Insulaner ebenfalls von Uferbewohnern den Namen «Tijirr», und so nennen ihn die Insulaner — trotz ihrer Mehrsprachigkeit — im Uferdorfe Mlemien und auf den Inseln Seleö (auf der Landkarte Samson), Angiel (Sanssouci), Ali (Faraguet) und Tamara (Dudemaine) insgesammt. Wie die Eingeborenen zu Constantinhafen und in dem daselbst gelegenen Dorfe Bongü den Paradiesvogel nennen, davon konnte ich mich, nachdem ich noch nicht dort war, persönlich nicht überzeugen. MACLAY's Verzeichniss der Wörter von Bongú habe ich jetzt nicht zur Hand, weiss also nicht, ob er den Namen des Vogels aufführt. Allein bei ZÖLLER (Deutsch-Neu-Guinea und meine Ersteigung des Finisterre-Gebirges, Stuttgart, 1801) der hierin aller Wahrscheinlichkeit nach MACLAY'S Werk benützte, finde ich den Namen des Paradiesvogels mit «Mangauar » und von der benachbarten Ansiedelung Bogodscliim (Stefansort) mit «Tegaijo » wiedergegeben. Ein echt autochthoner Name ist ferner die aus Hafczfeldthafen verzeichnete Benennung «At.au » des Paradiesvogels. Die übrigen sechs verschiedenen Namen aber sind von so östlichen Orten, wie Finschhafen und Umgebung erwähnt, wo schon der rothe Paradiesvogel vorherrscht, so dass es sich nicht constatiren lässt, welcher jener Namen dem einen oder dem andern Paradiesvogel zukommt. Die Krontaube wird nur seitens der, von den Inseln hierher gekommenen Arbeiter und Schiessjungen «Coria » genannt, welchem Namen sie überall, wohin sie gelangen, Geltung verschaffen. Selbst den Bewohnern von Berlinhafen ist dies kein fremdes Wort mehr, obgleich hier, wegen der grossen Entfernung vom Continent, Europäer oder deren Arbeiter die Krontaube nicht jagen, und höchstens die Eingeborenen die Federn desselben nach der Ansiedelung Seleö bringen. Die Eingeborenen haben für diese Taube überall ihre eigene Bezeichnung ; so nennen sie dieselbe in Berlinhafen «Pomeil», in der Gegend der Insel Taraváj (Bertrand) aber « Ontschi ». Manigfaltiger sind die autochtlionen Namen der Krontaube in Friedrich-Wilhelmshafen, wo sie im Hansemann-Gebirge, in den Dörfern Kasas und Nobonob «Putithl », auf der Insel Siar «Fof » und in Graget «Igel» heisst. Das die anderssprachigen Bergbewohner eine besondere Benennung dafür besitzen, ist nicht auffallend, dass aber die Bewohner der zwei, nahe zu einander liegenden Inseln Siar und Graget, obgleich sie