Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 20/1-4. (Budapest, 1897)

1-2. szám

eine Sprache sprechen, für die Krontaube eigene Bezeichnungen haben, das ist bemerkenswerth. Die bei ZÖLLER aus Hatzfeldhafen erwähnte Bezeichnung «Moka mobui » ist sicherlich ein autochthoner Name der Krontaube, umso zweifel­hafter ist die Ursprünglichkeit des Namens «Gurion aus Bogadschim {Stefansort), weil derselbe der Bezeichnung «Coria » so ähnlich ist und sich dort die meisten Arbeiter aufhalten. Demungeachtet nun die Krontaube genug autochthone Namen besitzt, entsinne ich mich keines Falles, dass die mit der Ansiedelung verkehrenden Eingeborenen nicht zuerst die Be­zeichnung «Coria» erwähnt hätten, wenn ich nach dem Namen der Taube frug. Die Zunge und das Brustbein der Vögel lege ich, wenn auch nicht ausnahmslos, bei. Hierbei sei es mir gestattet, eine Bemerkung zu wagen. Ich ziehe nicht in Zweifel, dass Zunge und Brustbein sehr charakteristische Theile des Yogels sind. Eine wie charakteristische Verschiedenheit dies­bezüglich herrscht, dies zu beobachten, habe ich während des Sammeins und Präparirens Gelegenheit genug. Allein sollte jener Körpertheil, welcher bei Hervorbringung der Vogelstimme — dieser auffallenden und so manig­faltigen Erscheinung — die Hauptrolle spielt, der Kehlkopf, überall gleich­förmig sein ? Sollten der, die einzelnen Arten so sehr unterscheidenden und charakterisirenden Stimme nicht ebenso, bis zu den einzelnen Arten herab, charakteristische Unterschiede im Tonapparat selbst entsprechen? Von nun an lege ich auch diese bei Seite. Wenn auch derzeit Niemand Lust oder Beruf fühlte, sich mit diesem Gegenstande zu befassen, so wird doch das gesammelte Material im National-Museum leicht aufzubewahren sein und später einmal zur Verfügung stehen. Wer weiss, wann sich wieder Gelegenheit bietet, so leicht, wie jetzt, dazuzugelangen ! Die Maasse der Körpertlieile der Vögel habe ich mehr-weniger eben­falls verzeichnet, und es schadet nicht zu wissen, dass bei Bezeichnung der Farbe des Schnabels, der Iris und der Füsse, die zur «Terminologia ento­mologica» ­J UL. MÜLLER'S beigegebene Farbentafel zur Richtschnur dient, und dass bei den Namen der Farben stets der lateinische Name massgebend ist. Bei einigen der letzten Vögel begann ich auch die Breite des Mund­winkels zu verzeichnen. Es ist auffallend, wie selten hier an Vögeln die Federn nagenden Mallophagiden sind. Bisher fand ich sie blos an einem Raubvogel und an einem Raben. Besonders suchte ich sie an Paradiesvögeln, allein bisher ohne allen Erfolg. Dagegen sind die Gedärme der Vögel, besonders die der Hühner und Tauben, um so reicher an Eingeweidewürmern. Ziemlich selten sind auch die zwischen den Federn hineilenden Zeckenfliegen. » Nach diesen einleitenden Worten BIRÖ'S, übergehen wir zu der Be­sprechung der diesjährigen Sendungen, welche insgesammt 64 Arten um-

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