Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)

1-2. szám

Im Vergleiche zu EHRENRERG, DUJARDIN und LEYDIG war dieses System unstreitig ein Fortschritt, denn 1. war dieses System nicht auf biologische, sondern auf wichtige anatomische Merkmale gegründet; 2. war der kri­tische Vorgang beim Begründen der Familien auf richtig gewählt. CARUS führte die Begründung einzelner Familien consequent durch, so z. B. unterschied er Tubicolarina, Scaridina, Polyarthrea und Asplanchnea richtig; die Familie Albertica war jedoch nicht motivirt und hätte mit der Familie Hydatinea vereint bleiben können. Die Familien Philodinea, Hydatinea und Brachionea übernahm CARUS in dem von EHRENBERG be­stimmten Bahmen. G. SCHOCH verfolgte in seinem kleinen Werk «Die mikroskopischen Thiere des Süsswasser-Aquariums«, welches 1868 erschien, die Spuren DUJARDIN'S, da er nach der Lebensweise drei Ordnungen unterschied : 1. Bolcdoria sessilia, 2. Natantia und 3. Bcjicntia. Dieselben theilte er in neun Familien : I. Ord. Botatoria sessilia. 1. Fam. Floscnlarieae. 2. « Melicerteae. II. Ord. Botatoria natantia. 3. Fam. Apoda. 4. « Pterodineœ. 5. « Hydatineae. 6. « Monurese. 7. « Euchlanida. 8. « BrachioneaB. III. Ord. Botatoria repentia. 9. Fam. Botiferes. G. SCHOCH ging daher bei der Unterscheidung der Familien mit der gehörigen Vorsicht vor, er hatte doch nicht bei allen das richtige getroffen. Die beiden ersten Familien sind richtig gefasst und werden auch jetzt noch als solche anerkannt ; jedoch die zwei Familien Apoda und Monurea der 2. Ordnung sind nicht begründet und ihr Umfang ist unrichtig be­stimmt, besonders was Familie Apoda anbelangt, in welcher SCHOCH die so verschiedenen Genera Asplancha, Anuraea und Polyarthra vereinigte. Im Allgemeinen scheint das System SCHOCH'S im Vergleiche zu jenem, welches CARUS verfasste, rückfällig zu sein. In Ungarn war der erste Forscher, der sich mit Botatorien beschäf­tigte, S. BARTSCH ; er versuchte es ebenfalls die Botatorien in ein System zu fassen, welches im Jahre 1877 in seiner Arbeit «Botatoria Hungaria3» herausgab; er charakterisirte jedoch nur die Familien und bestimmte

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