Szemészet, 1951 (88. évfolyam, 1-4. szám)

1951 / 4. szám

Zusammenfassung Dr. A. Kettessy: Vom Verhältnis des Pigments und des spektralen anomalen Quo­tienten. Verfasser hat mit Hilfe des Pigmentanomaloskops die Frage studiert, ob im Falle der partiellen Farbenblindheit der Reizwert der metamerischen Komplexstrahlung mit dem der Spektralstrahlung identisch ist, oder nicht. Er hat mit dem Nagelschen Anomaloskop den Tl-Li-Spektralen anomalen Quotienten bestimmt, nachher führte er dieselbe Bestimmung mit dem Pigmentanomaloskop durch und fügte noch die urgün-urrot und urblau-urgelb Pigmentquotienten hinzu. Verfasser fasst seine Resultate in folgenden vier Punkten zusammen : 1. Im Falle normaler Trichromasie der Spek­trale- und der Pigmentquotient sind konform. 2. Im Falle anomaler Trichromasie der grün-rote Pigmentquotient wird in der Regel mit 50—60% besser, er erreicht aber den normalen Wert nicht. 3. Der vom 1 abweichende blau-gelbe Quotient beeinflusst auch den grün-roten Quotienten. Ist der blau-gelbe Quotient in Falle von Deuteranopie 1, auch der grün-rote Quotient kann 1 sein. Dies bedeutet aber keine innere Kompensation, wie es von Ostwald angenommen wurde; es ist nur einfach das rechte Finden des richtigen Platzes des Grauen. Praktische Feststellung des Verfassers : Zwecks Untersuchung des Farbensehens sind die Pigmentfarben weniger geeignet, als die homogenen Strahlungen, selbst im Falle, wo die Pigment­farben physisch vollkommen definiert sind. Diese Feststellung bezieht sich besonders auf die .Mischungsproben, wenn das Graue in der Resultantenfarbe als Wegweiser fast immer erscheint. Die Resultate machen zugleich die Beobachtung verständlich, warum ist in dem Alltagsleben die Leistungsfähigkeit der partiellen Farbenblinde besser, als man es auf Grund ihres spektralen Quotienten erwarten könnte. D r. Gy. Aczél: Variationen der normalen Trichromasie. Auf Grund von 171, an normalen Trichromaten mit Anomaloskop durchgeführten Unter­suchungen Verfasser unterscheidet 6 Typen, uzw.: I. Mittelnormaler, anomaler Quotient von 0,9 bis 1,15 ; keine Streuung ; nicht umstimmbar. II. Deviation zeigender, anomaler Quotient von 0,73 bis 0,9 und von 1,1 bis 1,3 ; keine Streuung ; nicht umstimmbar. Verfasser betrachtet diese Typen als solche, die vollkommenen Farbensinn besitzen. III. Deviation zeigender Typus mit mässiger Streuung ; er kann in der Richtung der Deviation umgestimmt werden. IV. Mittelnormaler Typus mit ausgesprochener Streuung ; er kann in eine Richtung um­gestimmt werden. V. + VI. Deviation zeigende, oder mittelnormale Typen mit ausgesprochener Streuung ; sie sind bis zur anopischen Stellung umstimmbar. Verfasser hält die Gruppe I. und II. für stabile, die anderen für labile Typen und betrachtet die letzteren als Typen von verminderter Leistungsfähigkeit. Die prozentuelle Verteilung der Typen ist wie folgt: I: 50,90%, II: 16,4%, III: 11,7%, IV: 9,4%, V: 4%, VI: 5,2%. Dr. P. Dömsödy: Die Rolle des sukzessiven Kontraste bei den Farbensehenunter­suchungen mit dem Nagelschen Anomaloscop. Der Mittelwert der Rayleighschen Gleichung wurde von den Untersuchten an dem Nagel­schen Anomaloscop mit auffallend grossen Streuungen eingestellt. Diese grosse Streuungen sind die Folgen des Umstandes, dass anlässlich der Fixation des Sehfeldes des Anomaloscops entsteht im menschlichen Auge eine komplementäre Farbenempfindung (sukzessiver Kontrast) ; diese komplementäre Farbenempfindung beteiligt sich an der Farbenmischung und als roter, oder grüner Pluswert erhebt, oder vermindert den Wert der Rayleighschen Gleichung. Der störende Effekt des sukzeissiven Kontrastes kann vermieden werden, wenn bei der Aufstellung der Gleichung der Ausgang nicht von den Endstellungen (B = 0 und В = 80), sondern von den dem normalen Mittel­wert näherliegenden Stellungen geschieht. Die Wirkung des sukzessiven Kontrastes kann in gleichem Sinne bei der Prüfung der Lbnstimmungsmöglichkeit noch ausdrücklicher beobachtet werden. Die in den Tabellen zusammentgestellten Resultate und die veranschaulichenden Bilder haben die oben Gesagten in vollem Masse bestätigt. Dr. K. Pirittyi und D r. J. Nagy: Die Wirkung des Alkohols auf das Farbensehen. Die Verfasser haben die Änderung der Sättigungsschwellenwerte des spektralen Quotienten, der Farbenamblyopie, der Asthenopie und der Urfarben unter experimenteller Alkoholwirkung und bei niedriger Blutalkoholkonzentration (0-69—1-33%°) an normalen Trichomaten untersucht. Sie haben festgestellt, dass der Spektralquotient in die Richtung des О verschoben wurde; das 223

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