Szemészet, 1951 (88. évfolyam, 1-4. szám)

1951 / 4. szám

Farbensehen der Untersuchten war also, wenn auch in kleinem Masse, geschwächt. Die Verschiebung ist aber nicht die Funktion der Blutalkoholkonzentration, sie ist also keine Alkoholwirkung. Aus prak­tischem Gesichtspunkt ist die Zahl der während der Schwellenwertuntersuchung wahrnehmbaren Täuschungen schlaggebend ; diese Beobachtung weist darauf hin, dass die Urteilsbildung der Unter­suchten, trotz geringerer Beeinflussung, in grossem Masse unsicher geworden ist. Diesem Sympton ist eine direkte Alkoholwirkung. Dr. I. Biró: Untersuchungen des Augenhintergrundes in monochromatischem Natrium-Licht. Verfasser teilt seine Erfahrungen mit, die er während zehn Jahren durch den regelmässigen Gebrauch der Na-Dampflampe von den Augenhintergrundveränderungen gesammelt hatte. Die Spiegeluntersuchungen nahm er in direktem und indirektem Bild vor. Er ist der Meinung, dass zwar das Natrium-Licht ersetzt nicht — und es kann auch nicht ersetzen — den Farbenreich­tum des polychromatischen Lichtes, es kann es ergänzen, ja sogar übertreffen in Fällen, wo man im Augenhintergrund die normalen und pathologischen Gefässverhältnissen, oder Prozesse der Aderhaut zu beurteilen, oder Blutungen zu differenzieren hat. Das Na-Licht macht die Differenzierung der Blutungen durch trübe Medien auch dort möglich, wo das polychromatische Licht über den Augen­hintergrund uns schon keine weitere Aufklärung zu bieten vermag. Verfasser betrachtet die Natrium- Dampflampe als ein wichtiges Mittel in der Diagnostik des Augenhintergrundes. Dr. P. Weinstein und Dr. J. Forgács: Die praktische Konsequenz der gonioskopisehen Untersuchungen. Von den gonioskopischen Untersuchungen kann die praktische Konsequenz gezogen werden, dass die Occlusion der Kammerbucht während des akuten glaukomatösen Anfalls kann nicht als Ursache, sondern als Folgeerscheinung aufgefasst werden. Die Ursache des aphakischen Glau­koms wird durch die Synechien in der Kammerbucht gebildet. In Iritisfällen können diese Synechien ein sekundäres Glaukom verursachen ; ist das Auge hypotonisch, so wird der mit Blut gefüllte Schlemmscher Kanal sichtbar. Die Wirkung der Cyclodialysis hängt von der bleibenden Spalte ab. In Fällen von Coloboma iridis congenitum und von Aniridie kann man in dem Winkel das noch funktionierende Irisstück auffinden. Im Falle von Rubeosis iridis diabetica nimmt das die Irisober­fläche bestrickeneGefässlabyrinth seinen Ausgang von der Kammerbucht. Zu dem gonioskopischen Bilde gehört deas tiefe Kapillarnetz der Cornea limbaris, was zur Ernährung der Corneasubstanz dient. D r. B. Németh: Das Vorkommen des Exophthalmus bei Serumkrankheit und Quincke­­schem Ödem. In dem ersten, von uns mitgeteilten Falle haben wir einen, mit Serumkrankheit komplizier­ten Exophthalmus bekannt gegeben. Der Exophthalmus trat 46 Stunden nach der Reinjektion auf in Begleitung von Augenliderödemen, Chemosis und Ecchymosen. In unserem zweiten Falle ist der Exophthalmus in Zusammenhang mit dem Quinekeschen Ödeme aufgetreten. Dr. B. Alberth: Atropin-Bindehautkatarrh nachahmende »Penicillin-Conjunctivitis«. In unserem Falle handelte es sich um einen Bindehautkatarrh, der der Atro pinconi uncti vitis in jeder Hinsicht nachahmte. Die für das Krankheitsbild charakteristischen Symptomen waren alle vorhanden, uzw. : — Schmerz, starker Tränenfluss, ausgiebige Sekretion, entzündliche Bindehaut mit gelben Knötchen, erysipelartige ödematöse Hautentzündung der Augenlider und ihrer Umge­bung. Als allergische pathogene Ursache erwies sich das Penicillin. Nach Aufhören der Penicillin behandlung und infolge von Einträufeln von Privin, sowie nach Anwendung von Calcium und- Dehistin, die Krankheit war binnen einigen Tagen spurlos, mit glatter, ruhiger Bindehaut geheilt. Dr. St. Grósz und Dr. G. Kedvessy: Über den modernen Augensalben, mit besonderer Rücksicht auf ihre Grundsubstanz. Es ist uns gelungen aus innlandischen Grundsubstanzen solche Augensalbenvehikel herzustellen, die neben ihrer guten pharmakologischen Wirkung nicht irritieren ; sie besitzen einen Belegungs­effekt und mischen sich gut mit der Träne. Mit Hilfe der Formel einer wasserhaltigen und einer anhydrischen Salbe vermag man eine ganze Reihe von den täglich gebräuchlichen Mitteln herzu­stellen. Die frisch zubereitenden Salben (Quecksilber) sind in Tiegeln, die anderen in Tuben zu manipulieren. Die Keimfreiheit wird duch Nipaester gesichert; ist er nicht vorhanden, so soll man das Merfen ausprobiert werden. Die Einführung unserer klinisch und pharmakologisch erprobten und sich bewährten Grund­substanzen löst in der Augenheilkunde das Problem eines seit langem bestehenden und ernsten Mangels. Felelős kiadó: Kobzos Ferenc, az Egészségügyi Könyv- és Lapkiadó Vállalat vezetője. 2-5111081 Athenaeum (F. v. Soproni B.)

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