Szemészet, 1910 (47. évfolyam, 1-4. szám)

1910-05-08 / 1. szám

131 dem Augapfel zu bemerken. Das Lid war in gewöhnlicher Weise leicht veertierbar. Die Hornhaut unverändert, trotzdem erhöhte sich die Seh­schärfe auf 3/äo, wahrscheinlich in folge der Beseitigung des Tränenträufelns. Der Kranke stellte sich nach Jahresfrist auf unser Verlangen wieder vor. Der Lidrand des operierten Auges steht etwas höher, als der des gesunden Auges, der Lidschluss blieb aber vollkommen. Trotzdem das eingelagerte Knorpelstück sich nicht im mindesten in seiner Form und Konsistenz verändert hat, konnte man jetzt das Lid nicht mehr in gewöhn­licher Weise umstülpen, denn das Knorpelstück glitt zwischen den Fingern aus. Es ist also anzunehmen, dass die Verbindungen des eingepflanzten Knorpels mit seiner neuen Umgebung sich in folge der Lidbewegungen gelockert haben. Nichtsdestoweniger resultierte ein ganz brauchbares Augenlid. Die Wimperhaare, noch immer ein wenig defekt, sind doch in grös­serer Zahl vorhanden, als vor der Operation, so dass der kosmetische Erfolg in dieser Hinsicht ganz zufriedenstellend ist, umsomehr, da auch ihre Stellung fast normal zu nennen sind. Nur zwei kleine gekrümmte Zilien fanden sich an der hinteren Lidkante nach rückwärts gewendet. Wahrscheinlich waren diese auch neu entsprossene Haare, deren Follikel vielleicht hinter dem Intermarginalschnitt geblieben sind. Diese beiden Wimperhaare wurden elektrolytisch entfernt, und somit eine höchst war­­scheinlich endgültige Heilung erreicht. Nebenbei sei erwähnt, dass die Narbe am Ohr kaum sichtbar ist, nur fühlt man, dass die Ohrmuschel an dieser Stelle dünner ist. Sonst findet man keine Difformität am Ohre. Über die operative Behandlung" zystoider Narben. Von Doz. Dr. L. v. JBlaskovics, Direktor des Augenspitals. Mitteilung aus dem königl. ung. Staats-Augenspital in Budapest. Die schweren Folgen einer zystoiden Vernarbung sind allzusehr bekannt, als dass es hier nötig wäre dieselben zu erörtern. Die Beseiti­gung dieser Gefahren ist unbedigt notwendig. Zumeist sehen wir die Entstehung zystoider Narben nach misslungenen (grösstenteils schlecht ausgeführten) Staroperationen. Bei solchen finden wir die Regenbogenhaut (Kolobomschenkel) gegen die Operationsnarbe gezogen. Neben Reiz­erscheinungen verschiedenen Grades und Tensionserhöhungen sehen wir oft die Folgen überstandener Entzündungen in Form eines Pupillarver­­schlusses, hintere Synechien oder eines durch Exsudat verdickten Nach­stars. Alles das sind als Folgen einer Regenbogenhaut- oder Kapsel­einheilung zu betrachten. Will man ein solches Auge retten, muss in erster Reihe jede Verwachsung mit der Narbe beseitigt werden, in zweiter Reihe aber werden auch die Folgezustände selbst anzugreifen sein, sobald deren Rückbildung durch das Beseitigen der Einheilung nicht zu hoffen ist. Ich meine hauptsächlich Pupillarmembranen und Schwarten, die durch ihre Schrumpfung einen beständigen Zug auf deu Strahlenkörper aus­üben, und dadurch eine Cyklitis verursachen. 9'

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