Szemészet, 1910 (47. évfolyam, 1-4. szám)

1910-05-08 / 1. szám

112 Fällen erfolgte die Enukleation des primär erkrankten Auges und bei sämtlichen Kranken trat vollständige Heilung ein. Innerhalb eines Monates nach der Verletzung stellte sich in 7, innerhalb des Zeitraumes von einem bis zu sechs Monaten in 11, nach sechs Monaten bis zu einem Jahre in 5, nach mehr als einem Jahre in 6 Fällen Irritation ein. Wir können demnach sagen, dass in ungefähr 80% der Fälle die Symptome der Irritatio sympathica innerhalb eines Jahres aufgetreten sind. Über das Mass, in welchem die einzelnen Theorien für unsere Fälle angewendet werden können, werde ich bei einer anderen Gelegen­heit referieren. Was die Therapie betrifft, haben unsere Erfahrungen zu einigen als Gesetz befolgten Regeln geführt. Wie wir sehen, können wir uns im Falle von bereits zum Ausbruche gekommener Ophthalmia sympathica von der Enukleation sehr wenig Erfolg versprechen, während durch eine rechtzeitig ausgeführte Enukleation die Gefahr beseitigt wird. Ist also das verletzte Auge vollständig und unheilbar erblindet, so empfehlen wir die Enukleation auch in dem Falle, wenn dieses Auge sich anscheinend vollkommen beruhigt hat. Wir empfehlen die Enukleation in jedem Stadium der bereits ausgebrochenen sympathischen Entzündung, wenn auf eine Besserung der Sehschärfe keine Aussicht mehr besteht, d. h. wenn die Lichtempfindung des primär erkrankten Auges mangelhaft wird. Solange auch nur auf das geringste Sehvermögen Aussicht vorhanden sein kann, ist von einer Enukleation abzusehen, denn wir hatten auch einen Fall, in welchem das an sympathischer Entzündung erblindete Auge enukleiert werden musste und an dem primär erkrankten Auge durch Operation ein relativ gutes Sehvermögen erreicht werden konnte. Wichtig ist unseres Erachtens, dass bei der Operation des verletzten oder sekundär erkrankten Auges die strengste Kritik beobachtet werde; jeder überflüssige Eingriff erhöht die schlechten Aussichten vielfach. Über Erbl indium, verursacht durch Methyl­alkohol. Mitgeteilt von Anton Guth. Mitteilung aus der Universitäts-Augenklinik No. I., Budapest. Direktor : Professor Emil v. Grósz. In jüngster Zeit wurde unsere Klinik von mehreren (10) Kranken aufgesucht, bei denen wir sowohl aus den Ergebnissen der Anamnese, als auch der klinischen Untersuchung unsere Diagnose auf akute Neuritis retrobulbaris stellen mussten. Kurz zusammengefasst, sind unsere Fälle die folgenden: Laut Schil-, derung der Mehrzahl unserer Patienten begann das Übel damit, dass ihr, Sehvermögen sich unter allgemeinem Unwohlsein, Kopfschmerz, Ohren­sausen, Funkensehen, Üblichkeiten, Erbrechen und mehr-weniger starkem Frösteln allmählich verdunkelte, bis der vollständige Verlust des Augen­lichtes eintrat. Einige verloren das Bewusstsein und als sie erwachten, konnten sie nicht sehen. Der Ablauf des Anfalles war von längerer oder kürzerer Dauer, durchschnittlich !—2 Tage und hatte entweder endgültige und vollständige Erblindung zur Folge oder die Amaurose trat nach kür­

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