Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

If. SZÁZADOK, 1934. 1 X. Privijegien, deren Ziel ausgesprochen und unverkennbar die Gründung einer Stadt war ; sie hatten häufig an beinahe gänzlich unbewohnten Orten die Gründung von Städten in europäischem Sinne zur Folge. Diejenige politische Bewegung, die in West­europa eine ganze Reihe von Stadtgründungen zum Ergebnis hatte und in manchen Gegenden in einigen Jahrzehnten ein blühendes Stadtleben hervorzauberte, hat also auch Ungarn erreicht, aber erst zur Zeit Béla's IV. Unter den aufgezählten Städten finden wir die ansehnlichsten Städte des ungarischen Mittelalters wie z. B. Székesfehérvár (Stuhlweissenburg), Esztergom (Gran), Sopron (Ödenburg) nicht, •— diese sind Ix-reits viel früher entstanden. Aber auch aus der obigen Aufzählung müssen noch zwei Städte, Pest und Zágráb, herausgehoben werden. Das Privileg der Stadt Pest soll nämlich nach seinem Wortlaut nichts anderes als eine Bekräftigung der alten allgemein bekannten Vorrechte der Stadt sein, da die alten Privilegialbriefe während der Invasion der Tataren verschollen sind. Und auch von Zágráb ist es nachweisbar, dass — wenn auch nicht auf genau demselben Ort, wo Béla IV. im Jahre 1242 die neue Stadt gegründet hat — bereits früher eine bescheidene stadtähnliche Siedlung bestanden hat. Zu diesen noch vor der Zeit Béla's IV. entstandenen Städten müssen auch Győr (Raab) und Pozsony (Pressburg) gezählt werden, obzwar die erste erst im Jahre 1271, die zweite im Jahre 1291 ein Privilegium erhielt. Ebenfalls früher ist auch Óbuda (Alt-Ofen), dessen Entwicklung durch wirtschaftsgeographische Ursachen gehemmt wurde, entstanden. Und auch das im Jahre 1248 ausgestellte Privilegium von Nyitra (Neutra) betont, dass die Bürger dieser Stadt auch vorher völlige Stadfreiheit genossen haben. Die Entstehung dieser Städte hängt mit den grossen Ein­wanderungen unter Géza II. (1141—1162) und Béla IV. nicht zusammen. Die Zipser Sachsen waren auch am Ende des 13. Jahr­hunderts noch einfache Bauern, die von König Géza auf den zu der Burg Szepes (Zips) gehörenden königlichen Domänen angesiedelt wurden, teils, um hier an der Rodungsarbeit teil­zunehmen, teils zu Grenzbefestigungszwecken. Gleichfalls waren damals auch die Siebenbürger Sachsen noch Bauern. Die dritte grosse Gruppe der deutschen Siedler der Arpadenzeit — in der Gegend von Szatmár und den Fluss Szamos entlang — konnte auch keinesfalls aus städtischen Elementen bestehen, da ja in dieser Gegend die Klause (indago) nur in der Mitte des 12. Jahr­hunderts so weit vorgeschoben wurde, dass sich hier überhaupt Landbevölkerung niederlassen konnte. Die beliebtesten Hilfsmittel der deutschen städtegeschicht­lichen Forschung, die Stadtpläne, sind in bezug auf die unga­rischen Städte kaum zu gebrauchen, denn die meisten von ihnen wurden von tatarischen, türkischen, deutschen und ungarischen Heeren verwüstet, so dass weder ihre heutige Topographie, noch die des 18—19. Jahrhunderts irgendwelche Schlüsse in bezug

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