Die Erste internationale Jagd-Ausstellung Wien, 1910. Wien-Leipzig, 1912 / Sz.Zs. 424

II. TEIL. Die Ausstellung und das Jagdwesen - III. ABSCHNITT. Die Jagd in ihren Beziehungen zu Handel und Verkehr, zu Industrie, Kunst und Gewerbe

c^li^ Der Handel und der Verkehr in ihren Beziehungen zur Jagd. Eine befondere Reklame wurde in Gemeinfcbaft mit dem k. k. Eifenbabnminifterium in Paris durch­geführt, wo auf 60 des nachts beleuchteten Kiosken das Ausftellungsplakat ausgehängt wurde. In Wien und in den öfterreicbifcben Provinzftädten wurde mit dem Plakatanfcblag am 15. April 1910 eingefetjt. In allen Wagen der Wiener ftädtifeben Straßenbahnen, fowie der ftädtifeben Stellwagenunter­nebmung waren feit 1. Mai 1910 Streifenplakate der Husftellung affiebiert. flußer diefer Propaganda wurde in Wien auch eine befondere Plakatreklame für die einzelnen tempo­rären Veranftaltungen durchgeführt. Endlich wurde mit 25. flpril 1910 begonnen, eine entfpreebende Annonce der Jagdausftellung in allen Wiener Tages- und Montagsblättern, in den Provinzjournalen, Fach- und Monatsfcbriften, fowie aucb in aus­gedehnter Weife in der Auslandspreffe zu inferieren. Wenn trot) diefer im Rahmen der dem Unternehmen der Jagdausftellung für Reklamezwecke zur Ver­fügung ftebenden Mittel getroffenen umfaffenden Vorkehrungen für eine wirkfame Propaganda wiederholt von beachtenswerter Seite darauf bingewiefen wurde, daß die für die Jagdausftellung entfaltete Reklame gegen jene der Brüffeler Weltausftellung beträchtlich zurückgeblieben fei, fo ift nicht zu überfeben, daß die genannte Weltausftellung dem Vernehmen nach 3 Millionen Francs für ihre Propaganda zur Verfügung hatte, während in dem Budget der Jagdausftellung für Reklamezwecke ein Betrag von bloß 130.000 Kronen ein­gelegt war. Nun koftete der öffentliche Plakatanfcblag allein über 60.000 Kronen, für die Inferatenreklame in den Zeitungen wurden 61.000 Kronen verausgabt; reebnet man hierzu die mindeftens mit 30.000 Kronen zu veranfcblagenden Druckforten, das Porto, den Zoll, die Verpackungsfpefen etc. der koftenlos placierten Plakate und Profpekte, fo bedarf es keiner weiteren Ausführung, daß das Reklamebudget der Wiener Jagdausftellung nicht nur erfchöpft, fondern fogar namhaft überfebritten wurde und daß es kaum möglich gewefen wäre, ohne finan­zielle Gefahr eine noch um­fangreichere Propaganda zu entfalten. Der Frachtentransport für die Husftellung. Die Jagdausftellung bat zum Zwecke der Errichtung der zahlreichen, im Bereiche des Ausftellungsplatjes zur Ausführung gelangten Ge­bäude, deren Material zum Teil von auswärts bezogen werden mußte, fowie zum Zwecke der Ausftattung der Bauten mit den zur Berichtigung vorgeführten Ausftellungsgegenftänden eine bedeutende Frauenbewegung herbeigeführt, welche durch die in Wien einmündenden Eifenbabnen vermittelt wurde. Für die Ausftellung wurden im ganzen 6771 Kollifendungen, 119 ganze Wagenladungen und 112 Auto­mobile durch die Ausftellungsfpediteurfirma Schenket & Co. zugeführt. Das Gefamtgewicht diefer Sendungen belief fieb auf 1,929.811 Kilogramm. An Fracbtkoften wurden ungefähr 325.000 Kronen bezahlt, an Fubrlöbnen für die Zuftellung von den Bahnhöfen nach dem Ansftellungsplatje 14.600 Kronen. Nach Herkunftsländern getrennt, ift das Gewicht der einzelnen Sendungen aus der nachgebenden Zufammenftellung erficbtlicb. Es kamen aus: SCHEjjKEfrrc Zentralgütermagazin der FlusfteUungs-Spediteure Schenker & Co., Wien, Nordweftbabnbof. Öfterreicb: 2410 Kolli 310.754 Kilogramm 38 Waggons Baubolz, Mafcbinen etc. • 209.41 6 « Ungarn: 634 Kolli 95.353 Kilogramm 65 Waggons Baubolz, Ziegeln etc . . . 549-52 7 « Deutfcbland: 2568 Kolli 316.189 Kilogramm 32 Automobile . . 37.998 147 Kolli 47-890 Kilogramm 6 Waggons Baumaterial 96-800 2 Automobile 2.700 England: 520.170 Kilogramm 644-880 Kilogramm 354-187 Kilogramm 147-390 Kilogramm Übertrag . . 5759 Kolli 109 Waggons, 34 Automobile 1,666.627 Kilogramm 135

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