Günter Dinhobl (Hrsg.): Sonderband 7. Eisenbahn/Kultur – Railway/Culture (2004)

IV. Die Eisenbahn-Technik / Railway-technics - Milan Hlavacka: Frühes Eisenbahnwesen und Technologietransfer in den böhmischen Ländern und in der Habsburgermonarchie 1837-1842

FRÜHES EISENBAHNWESEN UND TECHNOLOGIETRANSFER IN DEN BÖHMISCHEN LÄNDERN UND IN DER HABSBURGERMONARCHIE 1837-1842 Milan Hlavacka Ganz anders verhält es sich jetzt, wo Eisenbahnen mit ihrem viel verheissendem Gewinn auch bei uns, und namentlich in Wien, allgemein das Interesse aufgeregt haben und al 1er- wärts der Gegenstand des Tagesgespräches geworden sind.1 Vorbemerkungen zum Titel 1. Ich benutze für das heutige Gebiet der Tschechischen Republik, oder Tschechiens, den zeitgenössischen Terminus „böhmische Länder“ oder alte Landesnamen wie Böh­men, Mähren, Schlesien. 2. Ich war nicht im Stande - und niemand ist dessen fähig - die böhmische oder mährische Eisenbahngeschichte des 19. Jahrhunderts von der österreichischen zu tren­nen, weil der westliche Teil der Habsburgermonarchie eine wirtschaftlich-politische Einheit bildete, mit einem politischen, administrativen und verkehrsmäßigen Zentrum, das sich in Wien befand. Einleitung Mit meinem Beitrag verfolge ich ein doppeltes Anliegen und zwar die Vermittlung des frühen Eisenbahnwesens, vor allem in Mähren, aus zwei Blickwinkeln: Zuerst versuche ich, die Pionierjahre der hiesigen Eisenbahnen am Beispiel der Startschwie­rigkeiten einer Bahngesellschaft, der Kaiser Ferdinands-Nordbahn (KFNB), zu beob­achten und Technologietransfers sowie die Mobilität von Fachpersonal 1 Menk, Victor Mekarsky von: Das Eisenbahnwesen nach allen Beziehungen kritisch beleuchtet. Für den Gebildeten jeden Standes und ein vollständiges Handbuch für Eisenbahn-Comittéen, Privat­unternehmer, Mit-Interessenten, Architekten, Ingenieurs und Mechaniker. Wien 1837, S. 111. Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs/Sonderband 7 263

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