Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Der „Alltag“ bei der K. U. K. Escadre

Georg Lehner - Monika Lehner 1 Komplette Zündstation für submarine Beobachtungsminen, 3 Rollen Seekabel, 14 Stück Leclanché-Batterien à 10 Elemente (Diese Objekte wurden von LSL Schusterschitz im September 1900 bei der Einnahme der Beitang-Forts in Besitz genommen und dann von LSL Prica „desactivirt und geborgen“). 1 Tretminenzünder und 1 mechanischer Minenzünder (Von LSL Prica im September 1900 in der Umgebung der Beitang-Forts aus unterminiertem Terrain geborgen). 4 chinesische Fahnen (Zwei der Fahnen wurden vom Detachement von S.M.S. „Kaiserin und Königin Maria Theresia“ unter LSF Mayer am 4. Oktober 1900 bei der Besetzung der Forts von Shanhaiguan genommen, zwei weitere von LSL Prica aus „unterminiertem Terrain“ geborgen). 200 Stück 7.8 cm Übungsgeschosse in Kisten zu 10 Stück verpackt (Diese Munition erhielt das k. u. k. Haupt-Etappen-Kommando Tianjin im Oktober 1900 aus dem von russischen Truppen besetzten Ost-Arsenal.). 1 Stück 62 mm Gebirgsgeschütz auf Radlafette ohne Verschluß, 1 Stück 10 cm Krupp-Feldgeschütz mit Munitionswagen und havariertem Verschluß ohnn Aufsatz, 1 Stück 8 cm Krupp-Feldgeschütz mit Munitionswagen, 1 Stück 12 cm Festungsgeschütz S.L.K. L/35 sammt Mittelpivotlafette mit Schützschild, trägt Nr. 169; ferner weitere Munition. (Im Dezember 1900 von der gegen Kalgan detachierten Abteilung unter LSL Sajiz [Seitz] mitgenommen (das Geschütz war von fliehenden chinesischen Truppen zurückgelassen worden). Schließlich kamen noch 3 Stück 7.5 cm Krupp-Feldgeschütze L/25 mit Radlafette ohne Protzkästen No. 1 885; tragen No. 37, 40 und 58. („Durch Tausch gegen ein der k. u. k. Escadre anrepartiertes 21 cm Festungsgeschütz der Festung Shanhaikuan [Shanhaiguan] seitens der deutschen aus dem Geschützparke des Südforts Taku [Dagu] erhalten.“).2315 KA Montecuccoli brachte aus Beijing drei Kunstobjekte mit, die im Dezember 1900 dem k. u. k. See-Arsenale übergeben wurden: eine große Bronze-Urne mit Unter- und Aufsatz, 1 Bronze-Buddha „mit zum Theile gut erhaltener Vergoldung“ und 1 große Rotlack-Wand23'6 - die vom k. u. k. Detachement in Beijing vor chinesischen Räuberbanden „gerettet“ worden waren.2317 und die KA Montecuccoli nach Pola gebracht hatte. 2315 KA, OK/MS X 901 -XII-14/7, fol. 14r-15\ k. u. k. Escadre-Commando in Ostasien an k. und k. Reichs-Rriegs-Ministerium „Marine-Section“ (ln See, 28. August 1901) „unterbreitet Verzeichnis der auf den unterstehenden Schiffen befindlichen Kriegsbeute“. 2316 Montecuccoli fand diese Stücke im April 1901 während der Inspizierung des Detachements in Beijing in den dortigen Quartieren, wo sie seit Oktober 1900 deponiert gewesen waren. 2317 LSK Bless von Sambuchi meldete KA Montecuccoli, über deren Herkunft: „Nach einer Recognos- cierung im October 1900 im südlich gelegenen kaiserlichen Jagdparke meldete Linienschiffslieutenant Seitz, dass die Thore des im südlichen Theile gelegenen Jagdschlosses Tags vorher erbrochen wurden und die innere Einrichtung mit Ausnahme einiger grösserer Stücke bereits im Schutte liege. Nachdem sich zu dieser Zeit in jener Gegend öfters chinesische Räuberbanden gezeigt hatten, wurden die 3 in Rede stehenden Objecte, um sie nicht der Zerstörungswuth dieses Gesindels als auch den Truppen anderer Nationen, die dasselbe Terrain abgiengen, preiszugeben, in unsere Quartiere gebracht.“ KA Montecuccoli führte weiter aus: „Ich Hess diese 3 Gegenstände, welche Kunstobjecte von hohem Werte sind, im April nach Taku [Dagu] an Bord der Schiffe bringen, mit welchen sie dann hierher befördert wurden.“ [KA, MS/PK 1901-XII-14/7, No. 3 111, fol. 21, EciO an RKM/MS, Pola, 16.11.1901), Beilage ad: PK an Hafenadmiralat, Wien, 5.12.1901], 591

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