Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Der „Alltag“ bei der K. U. K. Escadre

Der „Alltag“ bei der k. u. k. Escadre Die Beutestücke wurden dem See-Arsenal übergeben, und später zum Teil im Marine-Museum Pola ausgestellt. Einige der Beutestücke aus Ostasien sind heute im Besitz des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien.2518 * So 2318 Diese Stücke wurden 1996 in der Sonderausstellung „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ ausgestellt. (Schreiben HR Dr. Günter Dirrheimer an M.L, 25.9.1998). Die Beschreibung der Objekte im Katalog zur Ausstellung [Die Schrecken des Eises und der Finsternis. Katalog zur Sonderausstellung, Wien 1996, S. 208-216] wirft jedoch mehr Fragen auf als beantwortet werden. So wird im Katalog unter der Katalog-Nummer 200 ein „chinesisches Wallgewehr mit Luntenschloss [Heeresgeschichtliches Museum, Wien - NI 13.584]“ beschrieben: „Dieses chinesische Wallgewehr [...] wurde während der Kämpfe in China 1900 bei der Verteidigung des Taku-Forts auf chinesischer Seite zum Einsatz gebracht und dort nach gelungenem Sturm vom k. u. k. Seekadetten Georg Ritter von Trapp erbeutet (zur Erinnerung an diese Tat wurde statt des Kolbenschuhs eine Messingplatte mit der Inschrift: ,Erbeutet vom k. u. k. Seekadetten Georg R. v. Trapp beim Sturm auf das südliche Taku-Forts am 17. Juni 1900* angebracht). [...]“. Der SK Georg Ritter von Trapp, eingeschifft auf S.M.S. „Kaiserin und Königin Maria Theresia“ traf jedoch mit Sicherheit erst am 7.8.1900 in China ein. (Vgl. Trapp [1936]). Vier der im Katalog beschriebenen Stücke sind auch auf einer farbigen Abbildung in Johann Christoph Allmayer-Beck, Erich Lessing, Die K.(u.)K.-Armee 1848-1914, Ausgabe Wien 1990, S. 219, zu sehen. Auf dem Photo (das um 180° verdreht abgedruckt ist) sind zu sehen: eine dreieckige Fahne (HGM, Inv. Nr. 224- 287, Katalog Nr. 202), ein „Kimono für chinesische Soldaten aus der Zeit des Boxeraufstandes - 1900“ (HGM NI 134.596, Katalog Nr. 185), eine „Haube für chinesische Soldaten aus der Zeit des Boxeraufstandes - 1900“ (HGM, NI 134.597, Katalog Nr. 186) und ein japanischen Hinterladkanonenrohr aus Bronze, das allerdings (wie aus der Beschreibung im Katalog klar hervorgeht) mit der Expedition nach Ostasien 1900/01 nichts zu tun hat, sondern schon 1868 nach Wien gebracht worden war. 592

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