Sonderband 4. Das Institutionserbe der Monarchie. Das Fortleben der gemeinsamen Vergangenheit in den Archiven (1998)

Manfred Stoy: Die Ausbildung von ungarischen Historikern am Institut für österreichische Geschichtsforschung

Manfred Stoy Einrichtung geht auf die Bibliothek auf ihn zurück. Wissenschaftlich hat sich Györi bis auf einige Beiträge in der Allgemeinen Deutschen Biographie nicht betätigt, dafür war er ein gewissenhafter Berater und Helfer der Benutzer26. 8. Pettkö Béla (Adalbert) von (1863-1942). 15. Ausbildungskurs 1883-1885. Mitgl. Nr. 115. Zu den Mitgliedern und zum Lehrangebot siehe Nr. 7. Pettkö studierte in Budapest uind Wien und war ab 1885 Beamter am ungari­schen Staatsarchiv in Budapest, ab 1900 Vizearchivar. Er betrieb längere Zeit For­schungen in den Vatikanischen Archiven und gab einige Quellenpublikationen her­aus wie z. B. die Briefe von Johann Capistran an die Ungarn (1901) und die im Ar­chiv des Komitates Szabolcs vor 1526 vorhandenen Urkunden (1901), zusammen mit Jânos Illéshazy die „Kirälyi Könyvek“ (Verzeichnis der gesamten königlichen Schenkungen von 1527-1867)27. 9. Schönherr, Gyula/Julius (1864-1908). 16. Ausbildungskurs 1885-1887. Mitgl. Nr. 124. Bedeutende Kursmitglieder: Bretholz Berthold (1862-1936, seit 1909 ao. Prof, für Geschichte und historische Hilfswissenschaften an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn, von 1899-1926 Leiter des mährischen Landesarchivs in Brünn, Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften). - Erben Wilhelm (1864-1933, 1903 o. Prof, für Geschichte des Mittelalters und historische Hilfswis­senschaften in Innsbruck, 1917 o. Prof, an der Universität Graz, 1932 wirkliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften). - Milkowicz Wladimir (1857-1920, 1898 ao. und 1905 o. Prof, für Geschichte Osteuropas an der Universität Czerno- witz). - Tangl Michael (1861-1921, 1897 ao. und 1900 o. Prof, für Geschichte und historische Hilfswissenschaften an der Universität Berlin. - Chroust Anton (1864- 1945,1898 ao. und 1902 o. Prof, für neuere Geschichte und historische Hilfswissen­schaften an der Universität Würzburg). Lehrangebot: Urkundenlehre, Chronologie und Diplomatische Übungen von Sickel. - Österreichische Geschichte von Zeißberg. - Urkundenlehre, Sphragistik, Deutsche Geschichte im Zeitalter der salischen Kaiser, Lateinische Paläographie und Archivkunde von Mühlbacher. Schönherr widmete sich zuerst geistlichen Studien, dann juridisch-historischen. An der Budapester Universität promovierte er zum Dr. der Staatswissenschaften. 1889 trat er als Praktikant in die Bibliothek des Ungarischen Nationalmuseums ein, wo er es bis zum leitenden Kustos brachte. In den letzten Jahren versah er auch die Agenden eines Vortragenden Sekretärs des Oberinspektorates für Museen und Bibliotheken. 1902 habilitierte er sich als Privatdozent für Geschichte Ungarns im 14. und 15. Jh. an der Budapester Universität. Seine ersten wissen­26 Lhotsky: Geschichte, S. 186. - Bittner: Gesamtinventar 1, S. 49-50. - Seidl, Jakob: Ärpäd von Györi. In: MIÖG 55 (1944) S. 526. 27 Lhotsky: Geschichte, S. 186. - MÉL 2 (1982) S. 412. 57

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