Sonderband 2. International Council on Archives. Dritte Europäische Archivkonferenz, Wien 11. bis 15. Mai 1993. Tagungsprotokolle (1996)

2. Session /Séance. Regional (trans-border) Cooperation / Coopération régionale (transfrontaliere) - Discussion / Interventions

2. Session/Séance: Discussion - Interventions aber es wäre sehr schade, wenn dieser freiheitliche Ansatz durch Ungeduld kaputt­ginge. Hermann Rumschöttel: Ich habe eine Frage, die vielleicht Herr Hofmann direkt beantworten kann. Es ist von Mme René-Bazin, und von ihm selbst der vor dem Ab­schluß stehende Bericht an die Kommission angesprochen und hier diskutiert worden, ob man ihn eventuell durch eine Ergänzung erweitert. Wäre es möglich, zum Inhalt dieses Berichts und seinen Schwerpunkten hier kurz einige Sätze zu sagen, um uns auf den gleichen Informationsstand zu bringen. Eine Frage, auch im Anschluß an das, was Herr Peball und Herr Oldenhage gesagt haben, interessiert mich dabei besonders. Um welches Europa geht es, wenn über die Archive in Europa in einem Bericht an die EG-Kommission gesprochen wird? Hans Hofmann: Ich bin gern bereit, Ihnen diese Frage zu beantworten, aber ich müßte bloß die Reserve machen, daß dieser Bericht noch im Entwurfstadium ist und von den einzelnen EG-Mitgliedstaaten in einem - wie soll ich sagen, procédure d’accord - noch behandelt werden muß. Es ist also noch kein definitiver Text. Ich hatte eigentlich vor, in der Diskussion heute nachmittags etwas näher auf diesen Bericht einzugehen, weil dieser ziemlich umfangreich ist: er umfaßt zehn oder elf Kapitel, wobei übrigens das Schlußkapitel das Thema „EG und die Archive und Europa“ betrifft; es ist also durchaus diese Öffnung über die zwölf Mitgliedstaaten hinaus vorhanden. Wie Sie wissen, gibt es ja Staaten, die für eine Mitgliedschaft kandidieren und möglicherweise in naher Zukunft der Europäischen Gemeinschaft beitreten werden; die Definition entspricht jener der UNESCO, schließt also auch die USA, Kanada und Israel, usw. mitein. Wir sind da sehr offen. Es ist klar, daß wir unseren Akzent auf die zwölf Mitgliedstaaten legen und haben hier bestimmte Prioritäten, wo auch die Ausbildung, die Mobilität, die wir heute nachmittags besprechen, und andere fachtypische Fragen behandelt werden. Da es eigentlich ein Bericht von Experten aus den jeweiligen Mitgliedstaaten ist - ich wende mich an Mme René-Bazin und die anderen Kollegen aus den Mitgliedstaaten -, weiß ich nicht, ob es angebracht ist, hier auf Schwerpunkte oder Details einzugehen, denn dies würde die Diskussion vielleicht doch zu stark beeinflussen und den Ergebnissen dieses Berichtes vorgreifen. Ich würde deshalb vorschlagen, daß wir die Punkte, die heute nachmittags behandelt werden, mit den vergleichbaren in besagtem Bericht im Ansatz mitzu­diskutieren, würde aber doch meinen, daß wir für die Schlußdiskussion in dieser Richtung ein kleines Resümée machen. Leopold Auer: Ich will nochmals zurückkommen auf die Bemerkung von Herrn Körmendy über die Koordination von Kooperation, auch im Hinblick auf Österreich. Koordination von Kooperation ist zum einen eine reizvolle Aufgabe, andererseits sicher eine schwierige Aufgabe, die natürlich vom Konsens der in Frage kommenden Partner abhängig ist. Man darf nicht vergessen, daß Österreich ein sehr kleines Land ist, aber wie der Herr Peball schon gesagt hat: wenn es von den betreffenden 198

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