Viga Gyula (szerk.): Nagytárkány. I. Tanulmányok a község településtörténetéhez és néprajzához - Lokális és regionális monográfiák 5. (Somorja-Komárom, 2006)

Tamás Edit: Nagytárkány népessége a 18 - 20. században

Die Population von Nagytárkány im 18.-20. Jahrhundert (Zusammenfassung) Nagytárkány war im 18. Jh. einer der durchschnittlich dicht bewohnten Siedlungen in der Bodroggegend. Die Einwohner ungarischer Herkunft waren vorwiegend römisch-katholis­chen Glaubens, aber hier lebten auch Griechisch-Katholiker sowie Reformierte. Am Ende des 18. Jhs waren hier einige rutenische Familien angesiedelt. Sie wurden in Sprache und Identität bald Ungarn, doch ihre griechisch-katholische Religion haben sie bewahrt. In der ersten Hälfte des 19. Jhs wuchs die Einwohnerzahl des Dorfes anfangs nur lan­gsam; ein rascherer Anwachs begann erst Mitte des Jahrhunderts. Den Bauern schlos­sen sich Juden an, die sich mit Handel beschäftigten. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jhs zogen viele nach Amerika, da sie verarmt waren und dort auf eine bessere Zukunft hof­ften. Andere haben sich im Dorf Boden gekauft und ein Haus gebaut, um das Dorf zu entwickeln. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet der Tschechoslowakei annektiert, so sind slowakische und rutenische Ansiedler ins Dorf gekommen, die in Ämtern angestellt wurden; außerdem erschienen hier auch Bauern. Die ungarische Schule funktionierte weiter, das Dorf blieb in Sprache ungarisch und bewahrte seine Traditionen. In der Zeit zwischen 1938 und 1944 bekamen die hiesigen Ungarn erneut ungarische Staatsbürger­schaft. Die frisch Angesiedelten haben das Dorf verlassen. Der ganz Europa vernicht­ende nazistische Terror hat auch die jüdischen Einwohner von Nagytárkány bitter betrof­fen; sie wurden 1944 in Konzentrationslager verschleppt. Nach einer weiteren Grenzän­derung, in der Zeit zwischen 1945-49, wurden die Ungarn durch Zwangsarbeit bestraft. Man wollte das Ungarentum brechen, es ist jedoch nicht gelungen. Die Zahl der Dorfeinwohner sinkt seit 1960 stetig, trotzdem gehört das Dorf zu den dichtest bewohnten Dörfern in der Bodroggegend. Angereizt durch die Vergangenheit, sucht das Dorf weiter seinen Platz. Die Schule, die Kirche, das Museum (Salzhaus) stärken die Einwohner des Dorfes in ihrem Bewusstsein, Glauben und ihrer Geschichte. Die muttersprachlichen Statistiken zeugen von Stärkung der Gemeinschaft. 178

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