Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2000-2001 - Acta Ethnologica Danubiana 2-3. (Dunaszerdahely-Komárom, 2001)

1. Tanulmányok - B. Kovács István: Gömör-Kishont etnokulturális tagolódása

Richtung Nord-Süd zählt es als Kontaktzone der von Bükk und Mátra begrenzten Tiefebene, sowie des Berglandes. Die innere Struktur prägt das stark gegliederte Bodenrelief. Die Geographie unterscheidet das Rimabecken (in der Ethnographie führte Paládi-Kovács Attila die Bezeichnung “die Ebene des Flußtals” ein), der Gömör-Tomaer Karst (in der Ethnographie unter dem Namen “Galyaság”), das Gömör-Zipser Erzgebirge (neben dem von Ila Bálint verwendeten “Bányavidék - Bergbaugebiet” ist geschichtlich auch der Name “Erdőhát - Waldrücken” bezeugt), die Cseres-Hügellandschaft (die Ethnographie kennt sie auch unter dem Namen “Erdőhát - Waldrücken”) mit der Básti-Talmulde (in der ungarischen Ethnographie kennen wir ihn als “Medesalja”). Auch hier ist zu betonen, wie sehr die geographischen Grenzen mit den für das Volksleben charakteristischen Merkmalen übereinstimmen. 4. Sprachliche und ethnische Grenzen Das Komitat ist auch ethnisch gegliedert. Die slawische Bevölkerung wandert nach dem 5. Jahrhundert in dieses Gebiet ein. Die Ungarn siedeln sich im Laufe des 10.-11. Jahrhunderts an. Im 12.-13. Jahrhundert kommen die deutschen Kolonisten. Das Eindringen der ruthenisch-walachischen Bevölkerung ist vom 15. Jahrhundert an zu beobachten. Die ersten Gruppen der Zigeuner erscheinen ebenfalls im 15. Jahrhundert. Zeitlich am spätesten, im 18- 19. Jahrhundert, kommen die Juden. Das Verbreitungsgebiet der genannten Ethnien ist die Folge ihres Lebensstils. Das Wohngebiet der Slawen (später Slowaken) und Ungarn hat sich schon im Mittelalter konsolidiert. Diese Grenzen sind praktisch bis heute geblieben. Man könnte allenfalls sagen, die frühere Homogenität der ungarischen Sprachgebiete wird im 20. Jahrhundert lockerer, und zwar infolge der gezielten Entscheidungen der (tschechoslo­wakischen politischen Macht und deren Be- und Aussiedlungspolitik. Die Deutschen waren überwiegend Stadtbewohner, sie gründeten Rosenau, Steffelsdorf, ebenso Dobschau, Rauschenbach, Eltsch, Theisholz und andere Ortschaften. Ihre sprachliche Assimilation (außer Dobschau) hört praktisch im Laufe des 17. Jahrhundertes auf. Rosenau und Steffelsdorf madjarisieren sich, die anderen Orstschaften übernehmen die slowakische Sprache. Die ursprünglich orthodoxen Ruthenen leben in größeren Volksblöcken am oberen Lauf des Gran, in der Sprache sind sie slowakisiert, ihre einstige ethnische Abstammung zeigt ihre griechisch-katholische konfessionelle Zugehörigkeit an. Die ethnische und sprachliche Autonomie der Zigeuner fangt im 19. Jahrhundert an sich aufzulösen. Im 20. Jahrhundert ist ihre sprachliche Assimilation in den meisten Ortschaften vollzogen. Im südlichen Gömör halten sie sich für Ungarn, ihre Kinder besuchen ungarische Schulen. Sie haben eine Doppelidentität. Sie sind gleichzeitig Ungarn und (darunter!) Zigeuner. Die Gegenüberstellung der Ungarn und Zigeuner war in Gömör in ungarischer Umgebung unbekannt. Die Verschiedenheit der zwei Volksgruppen drückte der Gegensatz “Zigeuner - Bauer” aus, was auf ihren einstigen Lebensstil hindeuten möchte (lebt ein Wanderleben - angesiedelt, bebaut den Acker). Wenn man die Entwicklung der letzten hun­dert Jahre betrachtet, ist heute die Gegenüberstellung: Roma-Ungar unbegründet, “von oben” künstlich gemacht und offensichtlich von aktuellen politischen Zielen gesteuert. An diesem Beispiel kann man am besten illustrieren, wie sich die verschiedene Gemeinschaften tren­nenden Grenzen ändern. Von den oben genannten Grenzen löst sich als erste die konfes­135

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