Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2000-2001 - Acta Ethnologica Danubiana 2-3. (Dunaszerdahely-Komárom, 2001)
1. Tanulmányok - B. Kovács István: Gömör-Kishont etnokulturális tagolódása
b) Im 15. Jahrhundert werden einige Niederlassungen am Matrafuß den Komitaten Heves, resp. Neograd (Nógrád, Novohrad) angegliedert. c) Die Vereinigung des Gömör-Komitats und des, bis dahin zu dem Kom itat Hont gehörenden sogenannten Kleinhont-Bezirks vom Jahre 1813, war von großer Bedeutung. Von da an spricht man von einem gesetzmäßig vereinigten Komitat Gömör und Kleinhont. d) Einige, dem im Jahre 1872, während der administrativen Reorganisierung als selbständiges Komitat aufgelösten Bezirk Toma angehörenden Dörfer, werden dem Komitat Gömör-Kleinhont angegliedert. Die ersten Angaben von einem inneren Verwaltungsgebiet sind aus dem Jahre 1289. Es werden 4 Stuhlrichter erwähnt, aber die von ihnen verwalteten Gebiete werden nicht lokalisiert. Vom Mittelalter bis zum Ende des 17. Jahrhunderts war das Komitat in vier Bezirke geteilt (Putnok-Sajógömör, Balog, Serke-Ajnácskő, Csetnek-Jolsva). Später verändert sich diese Gliederung eher im Namen als in ihrem Wesen. Eine echte Veränderung bedeutete lediglich die Organisation der Bezirke Ratkó (Ratková) und Kleinhont. Im Jahre 1913 hat das Komitat nach der letzten Reorganisation acht Bezirke, sowie Gran (Garam, Hron), Rauschenbach (Nagyröce, Revúca), Putnok (Pútnik), Ratkó (Ratková), Rimaszécs (Rimavská Sec), Steffelsdorf (Rimaszombat, Rimavská Sobota), Rosenau (Rozsnyó, Rožňava) und Tornaija (Tomala). Ein beachtenswerter Umstand ist, wie die Bildung der Verwaltungsgrenzen mit der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung zusammenhängt. Die Bezirke Putnok, Rimaszécs und Tornaija sind rein ungarisch. Als rein slowakisch kann man die Bezirke Gran, Ratkó und Steffelsdorf betrachten. Den Rosenauer Bezirk bewohnen je zur Hälfte Ungarn und Slowaken, während in Nagyröce überwiegend Slowaken sind. Von den fünf Städten, die Bezirksrechte haben, sind Rimaszombat, Rozsnyó und Eltsch (Jolsva, Jelšava) zu 90% ungarisch, Dobschau zu 30% deutsch. Im Grunde kann man Rauschenbach als slowakisch betrachten. Bei der Bestimmung der Verwaltungsgrenzen hat man gewiß weniger ethnische Prinzipien zur Grundlage genommen, vielmehr ist zu vermuten, daß sich die Ethnien den geographischen Gegebenheiten angepaßt haben. Diese bedeutende Koinzidenz verdient jedoch Aufmerksamkeit, und für die im Verwaltungsreformfieber lebende Slowakei kann sie äußerst lehrreich sein. Man muß auch betonen, daß die in Gömör Lebenden, dank eines Komitats mit Jahrhunderte alter Vergangenheit, eine besonders starke regionale Identität haben. Das gilt sowohl für die Ungarn, als auch für die Slowaken. In der Regel halten sich die ehemaligen Kleinhonter auch für Gömörbewohner. 3. Geographische Grenzen Das vereinigte Komitat in ost-westlicher Richtung liegt geographisch betrachtet in der Kontaktzone zweier großer Regionen, in der Donauebene und dem Theissgebiet. Nördlich grenzt es an das Slowakische (früher: Gömör-Zipser) Erzgebirge, südlich an die nördlichen Ausläufer der Gebirge Mátra und Bükk. Der wichtigste Fluß ist der Sajó, der im Erzgebirge entspringt. Sobald er die Vorberge der Bükk erreicht, nimmt er den Fluß Rima (Rimava), seinen größten Nebenfluß, auf und fließt weiter bis zu der Theiss (Tisza, Tisa). In der 134