Sárospataki Füzetek 20. (2016)
2016 / 2. szám - ARTICLES / STUDIEN - Sándor Enghy: Die Deutung von Sprüche 2 im Licht der Masora
ARTICLES/STUDIEN Zusammenfassung SándorEnghy DIE DEUTUNG VON SPRÜCHE 2 IM LICHT DER MASORA Das Kapitel ist eine Texteinheit, die durch Petucha (s) zwischen die Verse 1,33-2,1 und 2,22-3,1 gesetzt, gegliedert und begrenzt ist. Die 22 Verse des Kapitels versucht man, wie die Klagelieder Jeremias 5 als ein Akrostichon zu lesen. Die beiden Texte verbindet, dass diese nicht mit der chronologischen Reihenfolge der Buchstaben des Alphabets am Anfang der Verse beginnen, dennoch sind in ihnen die Charakteristika des Akrostichons zu entdek- ken. Die Struktur der Formulierung zeigt eindeutig, dass nach der Einleitung die Strophen erst mit x, dann mit b beginnen: I. 1. - cx; 5. - tx; 9. - Tx; IE 12. - 16. -■sfrsnb; 20. - ]äbb . So betont der Text im Zusammenhang mit der Weisheit, die Finalität der Vorgänge: Wo man nach der Weisheit schreit, weil sie wichtig wurde (x~pn rtrab nx ’3 - Spr 2,3), dort verwirklicht sich der Sinn der Weisheit im Wandeln der Guten (c’piE ~"HS phn lirab- Spr 2,20). Die Weisheitsliteratur definiert genau die Weisheit: Sie ist eigentlich nichts Anderes, als die Furcht des Flerrn: rrarn x-n 'jnx nxT- Fliob 28,28. Deshalb konzentriert sich die Masora auf diese Weisheit (É’sa á.). Diese Zusammenhänge können ohne die Masora nicht verstanden werden. Ich möchte in diesem Aufsatz beweisen, dass die Masora zum Verstehen des Textes unerlässlich ist, und das intime Verhältnis zwischen Mensch und Weisheit (snb - Spr 7,4) auf den Sieg über den Tod Auswirkung hat. Das Kapitel ist offensichtlich eine eigenständige Gedankeneinheit, die eine durch Pe- tuha mit intermediären Abschnitten geschlossene Einheit bildet, beginnend mit Petucha Sprüche 2,1. Das Symbol der Petucha ist s, das sich zwischen den Versen 1,33-2,1 sowie zwischen 2016-2 Sárospataki Füzetek 20. évfolyam 11