Sárospataki Füzetek 16. (2012)

2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Jacob J. Doedens: A sétiták erkölcstelen utódai: az 1Móz 6,1-4 sétita-értelmezésének eredete

Adriana Drint Bibelstellen aul Grabsteinen im Norden der Niederlande S eit etwa fünfzehn Jahren bin ich an der bildlichen und textlichen Aufnahme christlicher Friedhöfe in der Provinz Groningen beteiligt, die Teil der Stiftung Oude Groninger Kerken (Alte Kirchen in Groningen) sind. Die Registrierung umfasst sowohl das Fotografieren, als auch die Aufzeichnung der Abmessungen und der Verfassung der Grabmale (Grabmäler) und die Abschrift aller Inschriften. Außerdem leiste ich seit vielen Jahren einen Beitrag zur Übersetzung der hebräischen Inschriften der jüdischen Friedhöfe in der Provinz Drenthe. Grabsteine tragen Texte, die eine spezielle Bedeutung hatten oder haben, entweder für den Verstorbenen, und/oder für die Hinterbliebenen. Juden und Christen schöpfen dafür häufig aus der Bibel. In diesem Vortrag will ich untersuchen, ob es bei der Verwendung von Bibelzitaten einen Unterschied zwischen Juden und Christen gibt. Selbstverständlich werden auf jüdischen Grabmalen nur Zitate aus dem Alten Testament verwendet und findet man auf christlichen Friedhöfen vor allem Zitate aus dem Neuen Testament. Deshalb versuche ich, eine Klassifizierung gemäß dem Inhalt zu machen und frage also: welche Aussage oder welchen Gedanken will der Text zum Ausdruck bringen? Gibt es dabei einen Unterschied zwischen den Intentionen von Juden und Christen? Die Funktion des Grabmals Der Inhalt des Textes hängt mit der Funktion des Grabmals zusammen. Die Umschreibung der Funktionen ist für jüdische und christliche Grabmale teilweise gleich, teilweise aber auch nicht. Universal ist die Funktion der Markierung des Grabes. Dies ist die erste der insgesamt zwei Funktionen, die der Rabbiner J.S. Jacobs aus Amersfoort benennt. Die Markierung des Grabes ermöglicht es, an der Grabstätte für das Seelenheil des Verstorbenen zu beten (tefillat hasjkava). Zweitens dient das Grabmal zur Erinnerung an den Verstorbenen und seinen guten Werken, wodurch die Lebenden inspiriert werden sollen. Diese zwei Funktionen des Grabmals spiegeln zwei Bibelstellen aus dem Alten Testament wieder, die schon in griechisch-romanischer Zeit in jüdischen Grabinschriften zitiert wurden und bis heute auch auf jüdischen Grabmalen in den Niederlanden Vorkommen. Der erste Text ist eine Anlehnung an das Buch 1 Samuel (1 Samuel Kapitel 25 Vers 29), wo Abigail zu David sagt: “So wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen bei dem Herrn, deinem 2012/3-4 Sárospataki füzetek 59

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