Sárospataki Füzetek 16. (2012)

2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Jacob J. Doedens: A sétiták erkölcstelen utódai: az 1Móz 6,1-4 sétita-értelmezésének eredete

Al : saDrint Gott”. Auf dem Grabstein steht: D**nn “imn iTIHi bin “Seine (Ihre) Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens”. Der zweite Text ist dem Buch Sprüche entnommen (Sprüche Kapitel 10 Vers 7): “ Das Andenken des Gerechten sei zum Segen.” Im Altertum zitierten die Juden fast ausschließlich diese zwei Bibelstellen, im Gegensatz zu den Christen, die ein großes Repertoire von Bibeltexten benutzten. Dagegen findet man auf jüdischen Friedhöfen vom Mittelalter an viele Zitate aus dem Alten Testament oder Anlehnungen an Bibelstellen. Diese Zitate und Anlehnungen können mit der Funktion des Grabmals verknüpft werden.Auch christliche Grabmale können als Gedenkstätte zum Gebet für das Seelenheil des Verstorbenen und als Ehrenzeichen zur lobenden Erwähnung der Werke der Verstorbenen dienen.1 Seit der frühchristlichen Zeit entwickelte sich der Brauch der Beerdigung innerhalb des Kirchengebäudes. Dem zu Grunde liegt erstens die Verehrung der Märtyrer und — daran gekoppelt - das Verlangen, so nahe wie möglich bei den Resten der Märtyrer begraben zu werden, also beim Flauptaltar (‘ad sanctos’); der zweite Motivationsfaktor ist das Bewusstsein, zu einer Glaubensgemeinschaft zu gehören, der sowohl die Lebenden als die Verstorbenen angehören. Die Inschriften der Fußbodenmosaike und später der Grabplatten verweisen auf wichtigen Personen und ihren Werke mit der Absicht, dass die Kirchenbesucher für die Verstorbenen und ihre Verwandten beten sollten. Die Reformation sorgte für einen radikalen Umschlag: es wurde sogar verboten, auf oder bei den Grabstätten zu beten. Trotzdem währte der Brauch der Bestattung innerhalb des Kirchengebäudes fort bis in das Jahr 1829. Dies geschah zum einen gewohnheitsgemäß, aber auch, weil die Eigentumsrechte für die Grabstelle fortbestanden und weil die Vergebung der Grabstätten der Kirche Geld einbrachte. Schließlich wurde es aus hygienischen Gründen verboten, Verstorbene innerhalb der Kirchengebäude zu bestatten. Während die Funktion des Grabes als Gedenkstätte zum Gebet zu bestehen aufhörte, blieb die Funktion als Ehrenzeichen bestehen. Das Grabmal konnte zur Ehrbezeugung dienen, indem es die Darstellung des Verstorbenen ehrenvoll zeigte und sie von der Umgebung absonderte und /oder dadurch, dass es die Verdienste und Tugenden des Toten mittels Wörtern und/oder Symbolen zeigte. Es ist auffallend, dass der Chorteil seit der Reformation als Stelle für großartige Grabdenkmale dient. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass das Zentrum der protestantischen Liturgie in das Schiff verlegt wurde, wo sich die Kanzel und das Taufbecken befinden. Ein schönes Beispiel dafür, wie das Grabdenkmal die Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann, ist das Mausoleum in der Kirche von Midwolde bei Leek, das Anna van Ewsum im siebzehnten Jahrhundert für ihren Ehemann Carel Hieronymus von Inn- und Knipphausen errichten ließ. Der Entwurf für dieses Mausoleums stammt von Rombout Verhulst, der auch das Denkmal für Michiel de Ruyter in der Nieuwe Kerk (Neue Kirche) in Amsterdam erstellt hat. 1 Harry Tummers, “Ontstaan en functie van grafeerken, hun kunstzinnige vormgeving en enkele karakteristieken van de Bossche zerken”, in: Jan van Oudheusden en Harry Tummers (red.), De grafcerken van de Sint-Jan te ’s-Hertogenbosch, Stichting ABC in samenwerking met Adr. Heinen Uitgevers, 2010, p. 95 - 125. 60 SÄ ROS PA 1A Kl F t; Z ET E K 2012, '3-4

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