Sárospataki Füzetek 14. (2010)

2010 / 4. szám - TANULMÁNYOK - Busch, Eberhard: Van-e valódi okunk a boldogságra?

Busch. Eberhard dem es ist so, dass sie entweder nur miteinander anzufassen sind oder von Einzel­nen teils innerhalb des Gemeindelebens und teils bei der Tätigkeit eben im Kon­takt mit Menschen außerhalb der Gemeinde. Barth ist dabei so kühn, dass er die reformatorische Lehre von den Kennzeichen der Kirche stark erweitert. Die Kir­che sei also nicht bloß daran zu erkennen, wo das Evangelium verkündigt wird und die Sakramente recht verwaltet werden. Die christliche Kirche ist auch daran er­kennbar, dass weitere Aufgaben verrichtet werden. In KD IV/3 stellt er eine Reihe von zwölf „Diensten der Gemeinde“ zusammen. Er teilt sie ein in ein Sprechen, in dem gehandelt wird, und in ein Handeln, das als solches auch redet (991). Dazu gehört an erster Stelle das Gotteslob der Gemeinde, das gemeinsam gesungen wird in den Gottesdiensten. Ferner die Predigt, in der die Gemeinde sich an das ihr aufgetragene Zeugnis erinnert und sich aufs Neue zum Dienst in der Welt aufrufen lässt. Es ist bezeichnend für Barths Theologie, dass er unter den Tätigkeiten der Gemeinde vor allem Anderen das Gebet nennt als das Grundelement des ganzen Tuns der ganzen Gemeinde (1012). Aber hier nennt er dann auch die Diakonie im Sinn eines umfassenden leiblich-seelischen sozialen Helfens für Notleidende. Er nennt hier auch die drängende Aufgabe der Sorge für Gemeinschaft, namentlich im Bück auf die Rassenfrage. Interessant ist, dass bei diesen Aufgaben unterschei­det er zwischen Evangelisation und Mission. Die Mission richtet sich an Nicht­christen und die Evangelisation richtet sich an Mitglieder der Kirche, die aber Pas­sivglieder sind, gleichsam schlafende, die besonders anzusprechen sind, weil sie doch Christen zu sein meinen. Jetzt das andere Element im Titel des Vortrags: 2. Das Ende des christlichen A.bendlandes Was hier zu sagen ist, beruht wohl zu gewissen Teilen auf historischen Vermutun­gen und Wahrscheinlichkeiten. Und sie sind speziell auf Mitteleuropa bezogen. Es wird dabei Manches festgestellt, was in den USA seit langem eingetreten ist. Eben im Blick auf Mitteleuropa sei bemerkt: Die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche hört in Teilen Europas auf, eine Selbstverständlichkeit zu sein. Die Zahl der Mitglieder in christlichen Kirchen nimmt in den letzten Jahren drastisch ab, in den Städten ohnehin, aber auch auf dem Land. Theologische Fakultäten stellen sich darauf ein, dass ihre Aufgabe in reduziertem Maße die Ausbildung von künfti­gen Pfarrern ist. Nach der Publikation eines kleineren oder größeren Skandals in einer der Konfessionen schwillt die Welle zu Austritten auch aus Kirchen anderer Konfessionen an. Obwohl in den deutschen Evangelischen Kirchen die Mitglie­derzahl stark gesunken ist und sie selbst mit einem Rückgang der Mitgliederzahl in absehbarer Zukunft rechnen, obwohl in Teilen der früheren DDR noch rund 5% sich zu einer Kirche rechnen, sind die Kirchenleitungen intakt; und deren Vertreter reden davon, Leiter einer Volkskirche zu sein, ein Wort, das den Eindruck erweckt, dass eben das ganze Volk zu ihrer Institution gehört. Der Vorgang erinnert an Samuel Becketts Schauspiel „Happy Days“, in dem eine Dame zunehmend im Boden versinkt und gleichwohl den Zuschauern mitteilt: Ist heute nicht ein happy day? Karl Barth hat dieses Phänomen schon erstaunlich klar vor Augen gehabt, gemäß seiner Devise: Lasst uns in der Kirche geistlich und also real denken! (IV/3) In seinem Vortrag „Das Evangelium in der Gegenwart“ kurz nach seinem Vertrei­22 Sárospataki füzetek 2010/4

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