Sárospataki Füzetek 14. (2010)

2010 / 3. szám - TANULMÁNYOK

Enghy Sándor Verbindung zwischen der Innen- und Aussenwelt Diese Verbindung illustriert eine rabbinische Geschichte,24 in der Hanina seine Ferse über das Loch einer Art Reptil (Mischrasse, Schlange, Eidechse) stellte. Er wurde gebissen und das Reptil starb, wonach der Rabbi sagte: Es is nicht die Schlange, die tötet, es ist die Sünde, die tötet. Bei dieser Gelegenheit hat man ge­sagt: Weh dem Mann, den eine Schlange trifft, aber weh der Schlange, welche Rabbi Hanina ben Dósa trifft. Die Botschaft der Geschichte ist eindeutig: Wer die “Schlange” in ihrer eige­nen Innenwelt überwunden hat, braucht nicht mehr Angst zu haben vor echten Schlangen in der Aussenwelt. Nach Gen 1,26 ist es keine Frage, dass der nach dem Bild Gottes gemachte, ihm ähnliche Mensch, Macht hat, um zu herrschen (VTT' IjObKB - Gen 1,26). Herrschen aber geht nicht automatisch. Wer herrschen will, soll das nötige Wissen besitzen.25 Das Wichtigste ist, zu wissen, dass es ohne Gott nicht geht. Die bösen Mächte versuchen die Gottesebenbildlichkeit des Menschen zu ruinieren. Wo sie es mit Erfolg tun, oder wo der Mensch sich von Gott mit Absicht losmacht und ohne das Nötige zu wissen, herrscht, wird er beherrscht, von allen Mächten, über die er Möglickeit gehabt hätte zu herrschen. Nur der/diejenige besitzt das nötige Wissen, um zu herrschen, der/die weiss, dass er/sie von Gott beherrscht werden soll. Die Folgen dieses Wissens bleiben in der Innenwelt des Menschen nicht aus. rating the Tree of Knowledge from its fruit, which was now detached from its source. This event is called metaphorically „the cutting of the shoots” (kiZZuZ ha-neti’ot) and is the archetype of all the great sins mentioned in the Bible, whose common denominator was the introduction of divi­sion into the divine unity. The essence of Adam’s sin was that it introduced ’separation above and below’ into what should have been united, a separation of which every sin is fundamentally a repe­tition - apart, that is, from sins involving magic and sorcery, which according to the kabbalists join together what should have remained separate. In actual fact, this view too tends to stress the sepa­ration of the power of judgment contained within the Tree of Knowledge from the power of lov­ingkindness contained within the Tree of Life. The latter pours out its influence unstintingly, while the former is a restrictive force with a tendency to become autonomous.” — SCHOLEM, G.: Kab­balah in: Encj'clopaedia Judaica Volume 11 585-677. 638. 639.; Luther denkt ein bisschen ähnlich: „Der Wille des Satans sei „durch Sündigen in Gottverlassenheit” böse geworden” - BARTH, H- M.: Die Theologie Martin Luthers Gütersloh 2009 204. 24 „In a certain place there was once a lizard (apparently a cross-breed of a snake and a lizard) which used to injure people. They came and told R. Hanina b. Dosa. He said to them: Show me its hole. They showed him its hole, and he put his heel over the hole, and the lizard came out and bit him, and it died. He put it on his shoulder and brought it to the Beth ha-Midrash and said to them: See, my sons, it is not the lizard that kills, it is sin that kills! On that occasion they said: Woe to the man whom a lizard meets, but woe to the lizard which R. Hanina b. Dos meets!” — Seder Zera'im Bera- koth 33a 204.; TiRIB - a species of lizard - A dictionary of the Targumim, the Talmud Babli and Yerushalmi, and the Midrashic literature / comp, by Marcus Jastrow. New York 1950 1114. 25 „Für einen Herrscher hält die gewöhnliche Meinung jeden, welcher die Macht hat, zu befehlen. Aber diese Macht, zeigt Sokrates, räumt man auf einem Schiffe nur dem Steurmann, in einer Krankheit nur dem Artzt, überhaupt in allen Fällen nur dem Sachverständigen ein; ein Herrscher ist also nur der, welcher das nöthige Wissen besitzt, um zu herrschen...” — Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung Eduard Zeller/Franz Lortzing/Wilhelm Albrecht Nestle/Ernst Hoffmann 2. TL, 1. Abt.: Sokrates und die Sokratiker. Plato und die alte Akade­mie. Darmstadt 1963 128. 20 Sárospataki Füzetek 2010/3

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