Sárospataki Füzetek 14. (2010)
2010 / 3. szám - TANULMÁNYOK
Die Innenwelt und die aussenwelt in den Psalmen fluss auf die dämonische Welt kommt dadurch, dass man Gottes Einzigartikeit (inti! rnrr - Deut 6,4) anerkennt und ihn anbetet. Das ist das Geheimnis der Verborgenheit und Sicherheit, dass man neben YHWH keine grössere Macht erkennt. Dies Harren des Glaubens kann nicht beschämt werden. YHWH arbeitet daran, um es zu beweisen, und wenn es in der Geschichte Isreals nicht zu sehen war, war es nur Schein. Wer an YHWHs Macht glaubt, weiss auch sicher, dass er oder sie nie den dämonischen Mächten preisgegeben wird. Der Mensch hat sogar das Gegenmittel gegen das Gift des Bösen in seiner Hand: Wenn Gott die böse Neigung schuf, schuf Er auch die Torah als ihr Gegenmittel.20 Deshalb ist es immer wichtig, dass YHWHs Wort am Herzen liegt (^33b-blh..DD;iin - Deut 6,6) und im Inneren des Menschen nicht Gottlosigkeit ist ^jbirbD 131 - Deut 15,9). Der Schutz des Herzens ist im Prinzip wegen des Lebens wichtig, das heisst lebenswichtig: crn nircsin tp1? nocpa-bsn - Prov 4,23. Das heisst: Die innere Wirklichkeit determiniert die äussere Realität, das Innere das Ausgehen. Es ist entscheidend was täglich vom Inneren seinen oder ihren Ausgang nimmt, und das Innere ist immer für den Ausgang des Lebens bestimmend. Das Böse im Inneren Wenn wir ein bisschen psychologisch formulieren, dürfen wir sagen, dass die Schattenseite des Menschen, die Wut, der Trieb, die Emotionen im Inneren durch rationales und moralisches Denken der Persönlichkeit unterdrückt, beherrscht wird. Auf diesem Niveau der Psichologie können wir die dämonischen Mächte, die im Psalm 91 aufgezählt werden, als Aspekte der Psyche auffassen. Was der Mensch fühlt, (nb’b ins - Schrecken der Nacht - Vers 5) wurzelt in der Tiefe, im Finsternis (bsi<3 - Vers 6). Auch die Schlange (]'jFi - Vers 13) wäre in diesem Zusammenhang eine Anspielung auf die Urschlange21 in den verschiedenen Religionen, die Menschen zum Bösen verführt. Wenn die Schlange in der Schöpfungsgeschichte nach den Rabbinen das Symbol der “bösen Neigung” ist, dann ist sie eine Art Projektion der Innenwelt von Eva. Mit der Schlange redet Eva,22 als wenn sie Teil der Aussenwelt wäre, aber sie kommt von ihrer Innenwelt. Auf jeden Fall verwirklicht sich das Böse um den Menschen herum nicht ohne ihn und seine Wirkung wird nicht ohne ihn, ohne seine aktive Mitwirkung eine handfeste Realität.23 20 „If God created the evil inclination, He also created the Torah as its antidote.” — Seder Nezi.kin Volume II Baba Bathra 16a. 80. 21 „Neith ... als Urschlange” — Egyptian Religion: The Last Thousand Years. Willy Clarysse, Antoon Schoors and Harco Willems (ed.), Part 1. Leuven 1998 115.; “die Urschlange ... die aus der Kraft Labans des Aramäers entströmt” — MAIER, J.: Die Kabbalah. München 1995 303. 22 „This is the evil tempter ... it means literally a serpent ... it was Samael, and he appeared on a serpent ... Samael came down from heaven riding on this serpent ... They then entered into conversation with the woman...” — The Zohar / transl. [from the Hebrew] by Harry Sperling, Maurice Simon ... [et al.] ; with an introd. by J. Abelson. London 1984 35b 133. 134. 23 „evil has no objective reality and is merely relative ... The Tree of life and the tree of Knowledge were bound together in perfect harmony until Adam came and separated them, thereby giving substance to evil, which had been contained within the Tree of Knowledge of Good and Evil and was now materialized in the evil instinct (jeZer ha-ra). It was Adam therefore who activated the potential evil concealed within the Tree of Knowledge by separating the two trees and also by sepa2010/3 SÁROSPATAKI FÜZETEK 19