Bogdán István: A magyarországi papíripar története 1530-1900 - A magyar könyv (Budapest, 1963)

IV. A magyarországi papíripar értékelése

6. Die Papiermacherei. Nach der Besprechung der wirtschaftlichen und techni­schen Probleme in der Betriebsleitung der Mühlen gibt der Verfasser eine detaillierte Beschreibung der Rohstoffe und Hilfsmaterialien der Papiermacherei, ihrer Beschaf­fung (Bedarf, Art und Weise der Beschaffung, Preise), ferner der Geräte und Maschinen der Papiermühlen, unter Anführung der genauen Maßangaben, der Beschaffungsmöglich­keiten und Preise und schließlich der Technologie der Papiermacherei, mit den Roh­stoff- und Arbeitsnormen (Abb. 56—70). 7. Fertigware. Eine ausführliche Untersuchung des Termins: Büttenpapier, der Maß- und Gewichtsangaben, der Dicke, des Formats, der Qualität und Sorte; Beschrei­bung der Wasserzeichen und der Wasserzeichenforschung; Analyse der erzeugten Menge sowie der Papierpreise. Die auf eine Mühle entfallende mittlere Jahresproduktion gestaltete sich folgendermaßen: 16. Jh. — 400 Ries, 17. Jh. 450 Ries, 18. Jh. — 701 Ries, Anfang des 19. Jh. — 3264 Ries Papier. Die durchschnittlichen Papierpreise zeigen folgende Änderungen: im 16. Jh.: 1 Ft. 32 Kreutzer; 17. Jh.: 2 Ft. 39 Kreutzer, 18. Jh.: 3. Ft. 20 Kreutzer; Anfang des 19. Jh.: 7 Ft. 07 Kreutzer pro Ries (Abb. 71—75). 8. Verbrauch. Den Bedarf der drei Hauptverbrauchergruppen (Verwaltung Kultur und Zivilisation) untersuchend konstatiert der Verfasser, daß der durchschnitt­liche Jahresbedarf für die Verwaltung 120 500 Ries, für Kulturzwecke 17 300 Ries und für die Zivilisation 4500 Ries Papier betrug, d. h. 3% des Gesamtbedarfs entfielen auf die Zivilisation, 12% wurde für Kulturzwecke verbraucht, während 85% die Verwaltung benötigte. Aus der letzteren Menge verbrauchte 89% die Administration und 11% die Privatverwaltung. Diesen Bedarf konnte die einheimische Produktion anfangs zu 82% und zu Beginn des 19. Jh. bereits zu 94% befriedigen, während der Rest durch Import gedeckt werden mußte. Der durchschnittliche Jahresverbrauch pro Kopf der Bevölkerung gestaltete sich wie folgt: zweite Hälfte des 16. Jh.: 0,4 Bögen (4 g), 17. Jh.: 2,4 Bögen (24 g). 18. Jh.: 6,6 Bögen (66 g), Beginn des 19. Jh. 15,2 Bögen (152 g) Papier. Auch die Art und Weise des Kaufs und Verkaufs und der Gewinn der Papiermühlen werden einer Analyse unterzogen: der Reingewinn der Mühlen betrug im 18. Jh. 12%, zu Beginn des 19. Jh. — 10% (Abb. 76—78). III. Die Umwandlung der Papiermacherei in Papierfabrikation in Ungarn (1840—1900) 1. Faktoren, welche die Entwicklung beeinflußten. Die eingehende Untersuchung der politischen und wirtschaftlichen Situation, des technischen Niveaus sowie der Industriepolitik zeigt, daß in dieser Epoche die Lage für die Papierindustrie viel günstiger war, als im vorangehenden Zeitraum. 2. Die Umwandlung der Papierindustrie. Der Darlegung der allgemeinen Lage, der auf dem Gebiet der Papierindustrie erfolgten Erfindungen und der Umwandlung der Papierindustrie folgt die Untersuchung des Umwandlungsprozesses in Ungarn: Einstellung der Arbeit der Papiermühlen bzw. ihre Umstallung auf Fabrikation, Gründung neuer Fabriken. Zusammen mit den in der vorangehenden Epoche begrün­deten und noch arbeitenden Betrieben gestaltet sich in diesem Zeitraum die Zahl­­der Betriebe folgendermaßen: 71 Papiermühlen, 12 Holzschliff- und 8 Zellulosefabriken (20 Grundstoff-Fabriken), 41 Papierfabriken und 9 Pappefabriken (50 Papierfabriken), insgesamt 70 Fabriken und 71 Papiermühlen bzw. 141 Betriebe. Mehrere dieser Betriebe stellten die Arbeit ein (die letzte Papiermühle im Jahre 1883), und auf diese Weise arbeiteten in den 90-er Jahren nur noch 46 Fabriken. Die Umstellung erfolgte gleich­mäßig, das Schwergewicht wurde in den 60—70-er Jahren Von der einen Produktions­technologie auf die andere verlagert. Nur 7% der Fabriksbesitzer waren selbst Fach­leute. Die Lebensbedingungen der Fabriksarbeiter der Papierindustrie waren in jeder Beziehung schlechter als die der Papiermacher. Nach der allgemeinen Beschreibung des Fabriksgebäudes und der genauen Beschreibung von 7 Fabriksgebäuden folgt ein Katasterauszug der 141 Betriebe mit folgenden Daten: Ortsname, Exploitationsperiode, Inhaber, Arbeiterzahl, Charakteristik der Maschinen. Abschließend wird der Fabrika­tionsprozeß im untersuchten Zeitraum dargelegt und die Rohstoffe, die Fabriksein­richtung, die Maschinen sowie die Technologie werden einer eingehenden Analyse unterzogen (Abb. 79—87). 3. Fertigware. Nach der Untersuchung der Angaben (Maße, Gewicht, Dicke, Format, Qualität, Sorte, Wasserzeichen) folgt eine Analyse der Produktion. Der jähr-444

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