Bogdán István: A magyarországi papíripar története 1530-1900 - A magyar könyv (Budapest, 1963)
IV. A magyarországi papíripar értékelése
DIE GESCHICHTE DER UNGARISCHEN PAPIERINDUSTRIE (1530—1900) Von ISTVÁN BOGDÁN I. Einleitung Nach den einleitenden Worten über die Zielsetzungen, Quellen und Arbeitsmethodik des vorliegenden Werkes bietet der Verfasser eine kurze Darstellung der allgemeinen Geschichte der Papiermacherei und behandelt ausführlich ihre Vorgeschichte in Ungarn: das Bekanntwerden des Papiers, seine Verbreitung, Ankaufsquellen und -Arten, den Papierverbrauch sowie die ersten Ansätze der Papiermacherei in Ungarn (Lőcse, vor 1530) (Abb. 1—4). II. Die Papiermacherei in Ungarn (1530—1840) 1. Äußere Faktoren, welche die Entwicklung der Papiermacherei beeinflußten. Auf Grund einer eingehenden Untersuchung der politischen, wirtschaftlichen und allgemeinen Lage sowie des technischen Niveaus, der Übersicht der Industriepolitik, der ausführlichen Behandlung der die Papiermacherei betreffenden Verordnungen und nach Untersuchung des geographischen Faktors stellt Verfasser fest, daß mit Ausnahme des letzten Faktors die Situation für die Papiermacherei nicht günstig war. 2. Die allgemeine Entwicklung der Papiermacherei in Ungarn. Aufgegliedert nach Jahrhunderten wird die allgemeine und individuelle Entwicklung sowie die Gründung der ersten Papiermühlen dargestellt. Im 16. Jh. wurden 5 Papiermühlen gegründet, im 17. Jh. erfolgten 31 Neugründungen, und es arbeiteten insgesamt 33 Mühlen; im 18. Jh. wurden 82 neue Mühlen gebaut, und es arbeiteten insgesamt 108. Zu Beginn des 19. Jh. erfolgte die Gründung von 39 neuen Papiermühlen und einer Papierfabrik. Insgesamt arbeiteten 124 Mühlen und eine Papierfabrik. Nach dem heutigen Stand der Forschungen arbeiteten während des ganzen untersuchten Zeitraumes 157 Papiermühlen und eine Fabrik (Abb. 5—8). 3. Gründer und Besitzer der Papiermühlen, Papiermacher. Der allgemeinen und nach Einzelpersonen durchgeführten (Namensregister) Untersuchung der Gründer, Inhaber und Pächter (nur 15% der Mühlen waren im Besitz von Papiermachern, während 75% der Pächter selbst Papier erzeugten) folgt eine eingehende Analyse der Pachtbedingungen sowie der Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Papiermacher: der Lehrlinge, Gesellen, Meister und anderen Arbeiter (Helfer, Lumpensammler), ferner die Untersuchung der Organisation (es bestanden keine Zünfte, sondern Bruderschaften) und der Sitten und Bräuche der Papiermacher. Den Abschluß der Erörterungen bildet eine Namensliste der Papiermacher (274 Papiermacher bzw. -Familien), unter Anführung der als Wasserzeichen benutzten Monogramme, ihrer Einteilung (Lehrling, Geselle oder Meister), der Papiermühlen, des Exploitationszeitraumes (Gründungsjahr und Einstellung der Arbeit) (Abb. 9—14). 4. Das Gebäude der Papiermühle. Der Analyse der Aspekte der Ortswahl folgt die allgemeine Erörterung der Bauart des Gebäudes bzw. die auf Grund von Bauplänen erfolgende ausführliche Beschreibung von 10 Mühlen, die Aufzählung der Einrichtungsgegenstände und die Besprechung Instandhaltungsprobleme (Abb. 15—21). 5. Papiermühlen in Ungarn. Ein alphabetisches Kataster der bisher bekannt gewordenen 158 Papiermacherwerkstätten, mit den folgenden Angaben: Ortsnahme, Gründungsjahr, Gründer, Exploitationszeitraum, Inhaber, Pächter, Angestellte, Charakteristik des Gebäudes, Ausrüstung, Rohstoffe (Bedarf, Preise), Fertigware (Sorte, jährliche Produktion, Preis, Wasserzeichen), Absatzmarkt (Abb. 22—55). 443