Die frage der Ungarn-Flüchtlinge von 1956 in Iserlohn. Quellensammlunk - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 35. (Nyíregyháza, 2006)

Quellen - Auszüge aus den Ratssitzungprotokollen

Antrag von ihm gestellt worden ist beim ersten Zusammentritt der Fraktions­führer nach der Neuwahl des Parlaments... (Kurzer Zuruf) - ich weiß - ...und gerade bei Herrn Rechtsanwalt Römer damals, als er diese Dinge besprach, auch die Intuition dahinging: Wir haben Gelegenheit gehabt, uns ein neues Parlament zu wählen; wir haben von der Demokratie Gebrauch machen können. Dort ist ein Volk - das kann es nicht mehr; und diesem Volk wollen wir helfen! In dem Sinne ist der Antrag damals geboren; das was Sie heute zusätzlich beantragen, ist die Folge; deshalb, glaube ich, kann man nicht ganz davon absehen, hier doch ein wenig politi­schen Hintergrund zu sehen; wir sollten uns auch nicht scheuen, diesen poli­tischen Hintergrund zu sehen, wie ich ihn aufgezeigt habe. Der Unterschied zu diesem politischen Antrag und zu dem, was ich vorhin gekennzeichnet habe, ist klar. Und wenn vorhin Kollegen Ihrer Fraktion ge­sagt haben - und Herr Trampus von BHE hat das auch ausgeführt -, daß wir mehr oder weniger Not im eigenen Lande haben; ja, meine Herren, dann verstehe ich nicht, warum Sie den Antrag nicht geteilt haben in zwei Teile ­den zweiten Teil für unsere Landsleute geben! (Zuruf von links: Demagogie!) (Klopfen; Wortmeldung) Das hat mit Demagogie nichts zu tun; ich glaube, wir verstehen auch was davon, deshalb brauchen wir uns nicht groß darüber auseinanderzusetzen. Wenn uns diese eigene Not vor der Türe auf den Nägeln brennt und wir Not lindern wollen, dann haben wir das wirklich bei unseren eigenen Leuten nötig; dann wollen wir diese Mittel in beschränktem Maße lieber zur Ver­fügung stellen auch für diesen Zweck. Wenn Sie, Herr Schmorow, sagen, daß wir uns nicht gekümmert haben? Entschuldigen Sie, das muß ich Ihnen zurückgeben, dann müssen wir uns diesen Vorwurf teilen. Wir sind uns aber einig, wenn wir uns auch nicht einig sind über die Ausführung, sondern unseren Landsleuten vielleicht einen be­sonderen Beitrag leisten möchten als Hilfe; daß wir denjenigen helfen, die heute noch - nach 10 bis 11 Jahren - aus den östlichen Teilen Deutschlands zu uns herüberkommen, wo sie bisher unter polnischem oder russischem Re­gime gelitten haben. Ich sage das nicht, daß wir jetzt einen zusätzlichen Ant­rag stellen, aber ich bin der Meinung, daß wir bei dem bleiben sollten, was Herr Römer beantragt hat. Bodden Z: Meine sehr verehrten Herren! Ich bin auch entschieden dagegen, daß man das Geschehen in Ungarn mit dem Geschehen am Suezkanal verknüpft oder in Zusammenhang bringt. Wenn man an die Suez­Angelegenheit denkt, dann muß man sich doch sagen, daß vor einigen Monaten ein Diktator - ähnlich wie wir ihn bis zum tiefsten Stand erkannt

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