Die frage der Ungarn-Flüchtlinge von 1956 in Iserlohn. Quellensammlunk - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 35. (Nyíregyháza, 2006)

Quellen - Zeitungsartikel

1. Dezember die Freiheitskämpfer von Miskolc zu benachrichtigen, die daraufhin einen weiteren Zug anhalten und 400 in sieben Viehwaggons ein­gepferchte Deportierte befreien konnten. Nord-östlich von Budapest ent­gleiste am Freitag ein Zug, wobei es sich vermutlich um Sabotage der Frei­heitskämpfer handelt. 19. IKZ, 15.-16. Dezember 1956 S. 4. ALLES ANDERE - NUR NICHT GETRENNT SEIN Ungarnflüchtlinge arbeiten schon / Wie meistern sie das neue Leben? Beispiellose Zusammengehörigkeit Iserlohn. Die ersten ungarischen Flüchtlinge sind da. Sie kommen aus dem Lager Bocholt, nahe der holländischen Grenze. Es ist das einzige Lager in Nordrhein-Westfalen für Flüchtlinge aus Ungarn. Dem Iserlohner Arbeitsamt ist es mit zu verdanken, daß es möglich war, 19 dieser Flüchtlinge in Iser­lohner Betrieben Arbeit zu beschaffen und sie damit aus dem überfüllten Lager herauszuholen. Unermeßlich sind Mühe und Arbeit, die vom Arbeits­amt aufgewandt werden müssen. Ueber die Organisation sprachen wir mit dem Leiter des Arbeitsamtes Dr. Winkler und seinem Mitarbeiter Hermann Stucht. Ein junges Ehepaar besuchten wir an ihren neuen Arbeitsplätzen. Mit einem Schlage wurden die Aufgaben des Arbeitsamtes um einen beträchtlichen Teil größer. Es genügte natürlich nicht mehr, nur Arbeitsplätze zu beschaffen. Für Ueberbrückungshilfen und Unterkunft mußte gesorgt werden. Später - das heißt in den nächsten Tagen schon - wird auch die Berufsbetreuung übernommen. Eine Dolmetscherin mußte gefunden werden. Denn als eines Tages, zu Beginn dieser Woche, ein Anruf vom Landes­arbeitsamt kam: mußten sofort zwei Herren des Arbeitsamtes Iserlohn nach Bocholt ins Lager fahren. Auf einer Arbeitsamts-Direktorentagung war beschlosssen worden, daß alle Arbeitsämter etwas unternehmen müßten, um das überfüllte Flüchtlingslager wenigstens zu einem Teil zu räumen. Im Lager Bocholt drängten sich die Menschen. Es war überfüllt mit Sowjetzo­nentflüchtlingen. Sie mußten nun zusammenrücken, um die Hälfte des Lagers für Ungarnflüchtlinge freizumachen. Vor den Zäunen, im Freien mußten sich viele der Ungarn lagern. Das Iserlohner Arbeitsamt wollte in erster Linie versuchen, Facharbeiter für Mangelberufe in Iserlohn zu holen. Er wurde bedacht, daß gerade um Budapest - von wo die meisten kamen - die Industrie angesiedelt ist, in der diese Arbeiter beschäftigt sind. Vieles mußte bei der Auswahl genauestens beobachtet werden: Der Beruf, die Unterbringungsmöglichkeit, die Zahl der

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